Babensham – Die Ära Josef Huber geht nach 24 Jahren zu Ende, als Nachfolger steuert nun der bisherige Geschäftsleiter und Bauamtschef im Rathaus, Martin Kubiczek, das Bürgermeisteramt in Babensham an. Bei der Aufstellungsversammlung der Wählergemeinschaft Babensham zur Gemeinderatswahl wurde Kubiczek mit 71 von 72 abgegebenen Stimmen als Bewerber gewählt.
Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Huber sprach von einer „nicht ganz unwichtigen Sitzung“ im Gasthaus Brunnlechner, die drei Stunden dauerte, weil auch die Gemeinderats-Kandidaten der Wählergemeinschaft bestimmt wurden.
Gestiegene Anforderungen an Rathauschefs
Huber wies in seinem Eröffnungsstatement auf die in den vergangenen Jahren gestiegenen Anforderungen an die Bürgermeister hin: „Es reicht nicht mehr, ein guter Gaudi-Bursche zu sein.“ Man müsse auch die ganzen Regularien beherrschen, die mit dem Amt einhergehen würden. „Und es wird immer schlimmer.“
Seinem möglichen Nachfolger Kubiczek stellte Huber ein hervorragendes Zeugnis aus: „Der Martin hat die beste Ausbildung, die man haben kann, um in einer Verwaltung zu arbeiten.“ Er verfüge über ein sehr großes Wissen, nehme die Probleme und Sorgen der Bürger ernst und sei immer ansprechbar, einsatzfreudig, ein Teamplayer mit Führungskompetenz, der die Gemeinde sehr gut kenne. Kubiczek sitze im Rathaus „bei offener Tür direkt neben mir“, so Huber weiter, er bekomme alles mit und wahre dabei „absolute Diskretion“. „Er hat alles, was ein Bürgermeister in der heutigen Zeit braucht, um die Aufgaben der Zukunft zu meistern. Er weiß das Amt zu schätzen, er kennt die Verantwortung. Noch dazu ist er ein feiner Kerl“, machte Huber deutlich.
Der scheidende Rathauschef gab Kubiczek anschließend die Gelegenheit, sich im Saal vorzustellen. „Es ist für mich eine große Ehre, dass ich vor Ihnen sprechen kann“, sagte der Bürgermeister-Kandidat. Er sei römisch-katholisch, geboren in Kattowitz (Polen) am 30. Januar 1987, also 38 Jahre alt, parteilos, von Beruf Diplom-Verwaltungswirt. Mit seiner Frau Margareta habe er drei Kinder im Alter von acht, drei und einem Jahr.
1989 sei er mit seinen Eltern in die Bundesrepublik gekommen. Aufgewachsen in Wasserburg, wohne er seit 2014 in Babensham (Obermühle), wo er, übrigens ein begeisterter Sportschütze, mit seiner Familie sehr glücklich sei. Seit 2016 ist er in der Babenshamer Verwaltung tätig.
Als Bürgermeister will er sich „auf das konzentrieren, was wir haben, was unsere Gemeinde ausmacht“ und nicht „illusorische Versprechen“ machen. Es komme ihm auf Sicherheit und Stabilität in schwierigen Zeiten an. Kubiczek unterstrich, dass er sich unter anderem um die Förderung der Feuerwehr kümmern wolle, um die Kindergärten und die Schule.
Auch die Vereinsvielfalt, die Einkaufsmöglichkeiten, die Schaffung von Wohnraum für Ältere sowie die ärztliche Versorgung habe er im Blick. Ausdrücklich nannte er „Bürgernähe, ehrliche, gesunde und unabhängige Politik, klare Haltung und verlässliche Werte“ als Grundlage seines Wirkens. Anschließend gab Bürgermeister Huber bekannt, dass Josef Hintermayr – er war 24 Jahre lang Mitglied des Gemeinderats – nicht mehr für das Gremium kandidieren wolle. Ebenso scheidet Hermann Manhart nach zwölf Jahren aus dem Rat aus.
Beiden sprach Huber seinen großen Dank für ihr Engagement aus.
Aufstellungsveranstaltung in Kling
Bei der Gemeinderatswahl am 8. März 2026 treten für die Wählergemeinschaft Babensham nun diese Kandidaten an: Stephan Wimmer, Johannes Krug junior, Kurt Huber junior, Andreas Hänseler junior, Ludwig Deinwallner junior, Barbara Schwarzenbeck, Matthias Göttsberger junior, Thomas Huber, Martin Kaiser, Wolfgang Rossrucker, Sebastian Freiberger, Bianca Moosmeier, Sandra Dippert, Martin Deinwallner und Simon Bleicher.