Albaching – Nein, das sei nicht geplant gewesen, doch die Gelegenheit sei dagewesen, fasst Albachings Bürgermeister Rudi Schreyer den Kauf des früheren Raiffeisenbank-Gebäudes in der Wasserburger Straße zusammen. Die Gemeinde habe ein Angebot der Bank angenommen und das Anwesen im vergangenen Sommer erworben. Ab Januar eröffne hier nach der Sanierung die Frauenärztin Dr. Olga Trenkler ihre Praxis.
Zweigeschossiges
Gebäude erworben
Diese Investition der Kommune bewege sich insgesamt unter einer Million Euro. Dafür habe die Gemeinde ein zweigeschossiges Gebäude aus dem Jahr 1981 mit 800 Quadratmetern Grund in bester Lage erworben. Nein, das rechne sich nicht unmittelbar, betont der Bürgermeister.
Lediglich die aktuellen Sanierungsarbeiten mit rund 200000 Euro kämen langfristig über die Miete für die Praxis im Erdgeschoss und die beiden Wohnungen im Obergeschoss wieder herein. Warum gibt die Gemeinde so viel Geld aus? Das sei eine Investition in den Ort, bekräftigt der Bürgermeister. Denn leider sei es von der Politik so gewollt, dass kleineren Orten wie Albaching ein Freizeitcharakter zugestanden werde, während sich eine wirtschaftliche Entwicklung mit Wohnen, Gewerbe und weiteren Unternehmen auf Unterzentren wie Haag oder Wasserburg als Mittelzentrum konzentrieren solle. Damit wollten sich die Gemeinderäte ebenso wie der Bürgermeister nicht anfreunden: „Albaching soll kein Schlafdorf werden“, stellt Rudi Schreyer fest und der Gemeinderat einstimmig. Daher erhoffe man sich, dass dieses Gebäude mit seiner Arztpraxis die Attraktivität für weitere Investoren steigere.
Denn die Entwicklung des Ortes gehe weiter voran, aktuell an der Kreuzstraße. Dort hat auch die Raiffeisenbank neu gebaut, weshalb das bisherige Domizil eben frei wurde. Zudem ist hier ein Baugebiet mit einem Vollsortimenter, also einem größeren Lebensmittelgeschäft, geplant.
Derzeit läuft das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans mit Aufstellung eines Bebauungsplans. Das Taktieren sei nicht einfach für die Gemeinde, denn man sei einerseits sehr froh über das Lebensmittelgeschäft in der Ortsmitte, doch andererseits auch abhängig. Die neue Frauenärztin lebt in Albaching und arbeitet derzeit noch in einer Gemeinschaftspraxis in Wasserburg. Für sie, weiß der Bürgermeister, sei das eine gute Gelegenheit. Denn bei der Sanierung habe man Wünsche zur Aufteilung für die Praxis berücksichtigen können. Erneuert worden sind laut Rathauschef Böden, Decken, Farben, Türen und Fenster sowie die Installationen.
Mit den Handwerkern, freut sich der Bürgermeister, habe man „großes Glück gehabt“.
Zeitplan wird
gut eingehalten
Alle seien aus der Umgebung, der Zeitplan werde gut eingehalten. Zudem sei im Frühjahr der Anschluss an die gemeindliche Wärmeversorgung vorgesehen.
Schon einmal hat die Gemeinde bei einem Gebäude einer Bank zugegriffen. So ist vor zwei Jahren nach einem Umbau das Gemeindeamt in der früheren Sparkasse am Maibaum bezogen worden.
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