Schonstett – Im Alter von 81 Jahren ist Peter Grandl aus der Pfarrei Schonstett verstorben. Den Trauergottesdienst zelebrierten Pfarrer Tobias Prinzhorn und die Gemeindereferentin Agnes Altermann. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor.
Da Agnes Altermann mit der Familie Grandl befreundet ist, blickte sie mit sehr persönlichen Worten auf das Leben des Verstorbenen zurück. Mit folgenden Worten richtete sie sich an die Angehörigen: „Wenn ich bei euch durchs Haus ging, war ich immer umgeben von Bildern aus der Hand eures Vaters, beziehungsweise von deinem Mann. Immer stach mir die Klarheit und Akkuratheit, die feine Linienführung, sowie die sparsame Farbgebung seiner Bilder ins Auge. Sein Lebensbild war ein anderes: farbintensiver und gedrängter, ein Bild, bei dem viele mitgewirkt haben.“
Peter Grandl wurde am 31. August 1944 in Achen (Gemeinde Schonstett) geboren. Zusammen mit seinem Cousin Otto und mit seinen Brüdern Konrad, Thomas und Günther verlebte er seine Kindheit. Nach seiner Schulzeit entschied sich der Verstorbene Volksschullehrer zu werden. Als sein Studium beendet war, lehrte er an verschiedenen Orten in Bayern – und zuletzt über 20 Jahre an der Mittelschule in Rott.
Während seiner Tätigkeit in Indersdorf lernte er seine Traudi kennen und lieben. Im Juli 1975 heirateten die beiden in Oberseitelbach, und so konnten sie in diesem Sommer noch ihre goldene Hochzeit feiern.
Sie schenkten fünf Kindern das Leben und stellten ihnen mit den Namen Theresia, Elisabeth, Katharina, Maximilian und Sebastian große Namenspatrone an ihre Seite. Zusammen mit seiner Familie kehrte Peter Grandl nach Achen zurück und errichtete neben seinem elterlichen Anwesen mit viel Fleiß und Eigenleistung ein schmuckes Eigenheim.
Vor eineinhalb Jahren durfte sich der Verstorbene über die Geburt seiner Enkeltochter Feli freuen.
In seiner Freizeit werkelte er oft in seinem Garten und in seiner Werkstatt. In der Werkstatt fühlte er sich besonders in seinem Element und fertigte unzählige Sachen wie Puppenwagen, Hasenstall, Hühnerlauf oder Regale für seine Kinder, aber auch für den Schulalltag. Seine Kollegen scherzten oft freundschaftlich „heid ogschofft und moing brocht“ über seine Zuverlässigkeit und sein handwerkliches Geschick. Peter Grandl war gerne Lehrer, und besonders Schülern, denen das Lernen schwerfiel, stand er mit Nachhilfe und Empathie zur Seite.
In den vergangenen Jahren nahm die Kraft von Peter Grandl zusehends ab, und es fiel ihm unglaublich schwer, zu erleben wie das Loslassen mehr und mehr sein Leben dominierte. Als gläubiger Christ gab er nun sein Leben in die Hände Gottes zurück.str