Schutz bei Starkregen

von Redaktion

Ingenieurbüro stellt Pläne für Rückhaltebecken im Gemeinderat Rechtmehring vor

Rechtmehring – Konkret wird es nun mit dem Regenrückhaltebecken in der Nähe des Sportplatzes. Das Ingenieurbüro Behringer und Partner stellte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats anschaulich die Situation dar. Zwischen dem Baugebiet Königinstraße und dem Kneippbecken existiert eine natürliche Mulde, die als Regenrückhaltebecken genutzt werden soll. Derzeit ist diese als Ausgleichsfläche ausgewiesen. Grundsätzlich sind die Kommunen angehalten, bei versiegelten Flächen dafür zu sorgen, dass das Regenwasser geregelt abläuft, um so für die Unterlieger keine Überschwemmungen zu verursachen. Die zu erwartenden, künftig stärkeren Starkregenereignisse erfordern solche Maßnahmen.

Keine Maßnahmen
in Freimehring

Mit dem geplanten Regenrückhaltebecken wird dies nun für die Ortsteile Holzkram und Rechtmehring in die Wege geleitet. Für den Ortsteil Freimehring ist die Situation ungleich schwieriger. Hier werden vorerst keine Maßnahmen ergriffen.

Das Becken wird ein Fassungsvermögen von 2860 Kubikmetern haben, wobei der Wasserstand maximal 1,45 Meter hoch sein wird. Damit liegt dieser noch immer zwei Meter unterhalb des „niedrigsten“ Baugrundstücks in der Königinstraße. Beim Bau wird der zum Kneippbecken führende Bach unterquert. Ansonsten wird in offener Bauweise gebaut. Das Bauwerk ist für eine maximale Zuflussmenge von 1,1 Kubikmetern je Sekunde ausgelegt, der maximale Abfluss soll 330 Liter je Sekunde betragen. Die Gesamtmaßnahme soll etwa 360000 Euro kosten. Der Bau ist für kommendes Jahr geplant. Der angedachte Dorfweiher könnte in diesem Zusammenhang auch errichtet werden.

Das solle der Gemeinderat bald entscheiden, um die weiteren Planungen machen zu können, so der Referent vom Ingenieurbüro. Wenn ein Dorfweiher kommt, müsse geklärt werden, ob dieser nur im Sommer, nur im Winter oder grundsätzlich ganzjährig betrieben werden soll. Haftungsrechtlich mache das einen Unterschied, denn bei ganzjährig dauerhaften Gewässern mute der Gesetzgeber dem Bürger zu, dass dieser als solcher erkennbar ist, was für die Gemeinde haftungsrechtliche Vorteile biete.

Rechtmehring bekommt einen Jugendpfleger. Für fünf Stunden in der Woche kommt der Jugendpfleger nach Rechtmehring, um sich in Zusammenarbeit mit den Vereinen um die Jugendarbeit zu kümmern. Es geht vor allem um die Zehn- bis 14-Jährigen, so Zweite Bürgermeisterin Irmgard Daumoser, die das Thema vorstellte. Der Förderverein sei hier überfordert. Der Wegfall vor allem der Landjugend verstärke den Bedarf. Corona habe hier das Übrige getan, so Matthias Ettinger vom Jugendamt Mühldorf, der die wesentlichen Inhalte vorstellte. Diese Möglichkeit gibt es seit 2022.

Derzeit nutzen die vier Gemeinden Waldkraiburg, Ampfing, Heldenstein und Haag diese Möglichkeit. Die Räumlichkeiten würden noch geklärt, so Sebastian Linner auf Nachfrage. An Kosten entstehen auf Nachfrage etwa 14000 Euro im Jahr. Die Mindestbuchungszeit beträgt zwei Jahre. Der Beschluss dafür fiel mit 12:1 Stimmen.

Aus den nichtöffentlichen Beschlüssen und Vergaben gab Bürgermeister Sebastian Linner für den Schulhausanbau bekannt: Für die Zimmererarbeiten gab es nur ein Angebot der Firma Fußstetter aus Freimehring. Für die Klempner- und Spenglerarbeiten gab es bei der ersten Ausschreibung kein Angebot, bei der zweiten Ausschreibung ein Angebot der Firma Kreuzpointner aus Erding. Für die Fensterarbeiten gab es ein Angebot der Firma Hanslmeier aus Rechtmehring.

Es wird weiter ein Standort für einen zweiten Trinkwasserbrunnen gesucht. Für einen neuen Versuch einer Probebohrung gab es ebenfalls grünes Licht durch Gemeinderat und Eigentümer.

Die überörtliche Rechnungsprüfung für die Jahre 2022 bis 2024 ergab ein positives Bild. Die Buchführung sei „vollkommen in Ordnung“, so Kämmerin Sandra Köbinger.

Einzig den Punkt, dass der Haushaltsplan eigentlich im November schon aufgestellt werden solle, gab es zu bemängeln. Aber das sei ja bei sehr vielen öffentlichen Haushalten so, so Köbinger.

Alle vier Jahre steht die Gebührenkalkulation für Trinkwasser und Abwasser an. Der Wasserpreis beträgt derzeit 1,25 Euro je Kubikmeter. Die Kalkulation hat einen Wasserpreis von 0,72 Euro ergeben. Das heißt, es sind Rücklagen vorhanden, die nicht näher genannt wurden. Der Rat war sich aber einig, dass man den Wasserpreis nicht reduzieren wolle, weil ja mit einem neuen Brunnen und eventuellem Wasserhaus erhebliche Kosten auf die Gemeinde zukommen würden. Der Wasserpreis liege ähnlich wie in den Nachbarkommunen, so die Aussage. Auch der Preis für das Abwasser mit 2,93 Euro je Kubikmeter bleibt gleich. Die Kalkulation hat 1,77 Euro ergeben. Man möchte auf keinen Fall den Preis senken und dann beispielsweise in vier Jahren wieder erhöhen.

In Freimehring kann in der Lindenstraße ein Dreispänner mit vier Wohneinheiten gebaut werden. Dieses Bauwerk liegt „unterhalb“ beziehungsweise hinter den direkt an der Lindenstraße bereits genehmigten Wohnungen. Die Wandhöhe des 20 mal elf Meter großen Baukörpers beträgt 6,80 Meter. Es sind acht Stellplätze erforderlich. Fragen gab es dazu keine. Für das Landratsamt war dies auch in Ordnung. Einstimmig fiel der Beschluss.

Für die Maitenbether Straße in Holzkram lag nun ein geänderter Plan für die Aufstockung der Garage vor, nachdem das im ersten Plan eingezeichnete Flachdach keinen Gefallen bei den Räten gefunden hatte.

Satteldach findet
Zustimmung

Nun soll es ein Satteldach werden, was für das Gremium in Ordnung schien. Das Blechdach gefiel einigen nicht so gut. Mit elf zu zwei stimmte der Rat dafür.

Ob der künftige Bürgermeister hauptamtlich oder ehrenamtlich sein soll, hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Die Tendenz gehe laut Geschäftsstellenleiter Robert Eyner bei Kommunen größer als 2000 Einwohnern zu einem hauptamtlichen Bürgermeister. Der Gemeinderat folgte dieser Empfehlung einstimmig.

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