Teure Beckensanierung in der Kläranlage

von Redaktion

Kostenrahmen kann nicht gehalten werden

Amerang – In der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Konrad Linner (GLA) über den Stand der laufenden Sanierung an der Kläranlage, die Anfang September begonnen wurde. Demnach wurden die schadhaften Betonbauteile mittels Hochdruckwasserstrahlverfahren mit einer Tiefe zwischen drei und fünf Zentimetern abgetragen und die Oberfläche mit Reparaturmörtel wiederhergestellt. Nach der Austrocknung sollen eine Feinspachtelung und eine chemische Nachbehandlung zum Schutz gegen Witterungseinflüsse erfolgen.

Die oberflächennahe Bewehrung wies laut Bürgermeister Linner keine substanziellen Korrosionsschäden auf. Die Sanierung der Krone des Nachklärbeckens beziehungsweise des Schlammbehälters sei zwischenzeitlich nahezu abgeschlossen. Aktuell werden, laut Linner, die Arbeiten zur Sanierung der Betoneinfassung des Schneckenhebewerks durchgeführt.

Für die laufenden Bauarbeiten sind bisher Kosten in Höhe von rund 88000 Euro angefallen. Der zunächst abgeschätzte Kostenrahmen von 100000 Euro werde voraussichtlich um rund 20000 bis 30000 Euro überschritten, informierte Linner. Eine zunächst beabsichtigte Sanierung des zweiten Klärschlammbehälters wird vorerst aufgrund des abzusehenden hohen Aufwands als nicht wirtschaftlich erachtet.

Ausgaben von
bis zu 130000 Euro

Insoweit empfehle sich vielmehr, gegebenenfalls zum Zeitpunkt einer substanziellen Betonschädigung die Beckenwandung abzubrechen und mit dem Material das Beckeninnere zu verfüllen, erklärte Linner. Ein neuer Klärschlammbehälter könne an dem Standort auf die abgebrochene, verfüllte Anlage ähnlich einer Güllegrube oberirdisch aufgesetzt werden. Aktuell würde das Kosten von rund 50000 Euro verursachen.ca

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