Maitenbeth – Eine überaus große Trauergemeinde nahm in der Maitenbether Pfarrkirche Abschied von dem im Alter von 76 Jahren verstorbenen Sepp Bichlmaier und begleitete ihn anschließend zu seiner letzten Ruhestätte auf den Gemeindefriedhof. Pfarrer Pawel Idkowiak zelebrierte den Trauergottesdienst, seine Enkel nahmen mit bewegenden Worten am Grab Abschied von ihrem Großvater.
Josef Bichlmaier, vielen auch bekannt als „Binder Sepp“, wurde am 16. März 1949 auf dem Binder-Anwesen in Maitenbeth/Marsmeier geboren, wo er zusammen mit drei jüngeren Schwestern aufwuchs. Er ging in Maitenbeth zur Schule, besuchte anschließend die Berufsschule in Wasserburg, absolvierte eine Lehre als Kfz-Mechaniker bei der Firma Pohl in Haag und trat danach eine Stelle bei BMW in München an.
Später war Sepp 18 Jahre als Maschinen-Einsteller bei der Firma Pfanni und weitere 18 Jahre ebenfalls als Maschinen-Einsteller bei der Süddeutschen Zeitung tätig.
1970 heiratete er seine Frau Lisbeth. Aus der Ehe ging seine einzige Tochter Evi hervor. Sein ganzer Stolz waren seine vier Enkel und ein Urenkel, mit denen er viel Zeit verbrachte. 2020 konnte er mit seiner Frau die goldene Hochzeit feiern.
Sepp war ein sehr unternehmungsfreudiger Mensch, der sowohl mit seiner Frau, aber auch mit guten Freunden etliche ferne Länder bereiste. Auf seinen Wunsch hin ist auf seinem Sterbebild der Berg Corcovado in Rio de Janeiro in Brasilien abgedruckt. Sepp fuhr gerne und viel Radl und war Mitglied bei der Krieger- und Soldaten-Kameradschaft Maitenbeth. Er war sehr aufgeschlossen und hatte immer Zeit für einen Ratsch mit seinen Nachbarn, Freunden und Verwandten. Auch handwerklich war er sehr begabt. Mit großer Leidenschaft bastelte er, reparierte und setzte Geräte und Maschinen aller Art instand. Im Januar bekam er die Diagnose über eine schwere, unheilbare Krankheit, von der er sich auch nicht mehr erholen konnte. Am 26. Oktober verstarb er zu Hause im Kreise seiner Familie.
Sepp Bichlmaier war ein Mensch mit großem Herzen, festem Willen und unerschütterlichem Pflichtbewusstsein, der sowohl in seiner Familie als auch in seinem beruflichen Wirken, in den Vereinen und in den Erinnerungen all jener, die ihn kannten und schätzten, eine große Lücke hinterlässt. rl