„Transparenz, Ehrlichkeit, Miteinander“

von Redaktion

SPD Mühldorf wählt ihre Kandidaten für die Stadtratsliste – Alle Plätze einstimmig vergeben

Mühldorf – Im Restaurant „Palermo“ fand die Aufstellungsversammlung der SPD Mühldorf für die Stadtratswahl im März 2026 statt. Die Stadt- und Kreisrätinnen Angelika Kölbl und Alexandra Seisenberger eröffneten die Veranstaltung mit Humor, aber auch mit klaren Worten: Die Zeit sei reif für eine Kommunalpolitik, die von Zusammenarbeit und Vertrauen geprägt ist. Die SPD sei bereit, die Aufgaben im Stadtrat auch künftig mit Wertschätzung und Respekt für die Anliegen der Bürger zu erfüllen – dafür gab es viel Applaus.

Transparente und
bürgernahe Politik

Im Anschluss stellte Claudia Hungerhuber, die bereits zuvor einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin gewählt worden war, die Kandidaten für die Stadtratsliste vor. Die Abstimmung ergab ein eindeutiges Ergebnis – alle Bewerber wurden einstimmig gewählt. In einer engagierten Rede unterstrich Hungerhuber ihre Vorstellungen von einer offenen, transparenten und bürgernahen Kommunalpolitik: „Ich will eine Bürgermeisterin für alle sein“, betonte sie. Die Liste der SPD spiegle die Breite der Gesellschaft wider – „vom Angestellten bis zur Unternehmerin, vom Feuerwehrmann bis zur Lehrerin“. Besonders wichtig sei ihr, dass ein Drittel der Bewerber parteilos seien: „Diese Offenheit ist uns wichtig. Wir wollen Politik ohne ideologische Scheuklappen – mit gesundem Menschenverstand und Herz für Mühldorf.“ Hungerhuber forderte mehr Transparenz im Rathaus und kritisierte den bisherigen Umgang mit den Verlusten der Stadtwerke: „Die Menschen haben ein Recht auf ehrliche Kommunikation. Politik darf nicht im Hinterzimmer stattfinden.“ Als Beispiel nannte sie die künftige öffentliche Zugänglichkeit von Stadtratssitzungen, wie sie in anderen Städten längst üblich sei. Vertrauen, so Hungerhuber, sei das Fundament der Demokratie.

Ein weiteres zentrales Anliegen war das Verhältnis zwischen Bürgermeisteramt und Stadtrat: „In den letzten Jahren ist viel Vertrauen verloren gegangen. Das müssen wir wieder aufbauen. Der Stadtrat ist gewählt, um Verantwortung zu übernehmen – nicht um Entscheidungen einfach abzunicken.“ Inhaltlich setzte Hungerhuber Akzente bei Verkehr, Wohnen und Stadtentwicklung. „Das Parkdeck am Stadtwall soll so schnell wie möglich kommen“, betonte sie, sprach sich aber zugleich für ein dezentrales Parkkonzept mit mehreren kleineren Anlagen aus, um den Verkehr aus der Innenstadt fernzuhalten. Auch der öffentliche Nahverkehr müsse verbessert werden: „Der Rufbus ist ein Anfang, aber gerade in Nord und Mößling braucht es bessere Verbindungen – auch zum Hochschulcampus.“ Für Radfahrer und Fußgänger forderte sie sichere Wege, insbesondere für Schulkinder: „Die Bahnunterführung am Leitenfeld ist längst überfällig.“

In der Stadtentwicklung wolle sie verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen: „Wir müssen Mühldorf widerstandsfähig gegen die Folgen des Klimawandels machen – lebenswert durch mehr Grün, nachhaltig für kommende Generationen.“

Brauchen bezahlbare
Mietwohnungen

Beim Thema Wohnen kritisierte sie den Stillstand der letzten Jahre: „Die Stadtbau hat in fünf Jahren genau ein Doppelhaus gebaut. Wir brauchen aber wieder bezahlbare Mietwohnungen für Normalverdiener – und barrierefreie Angebote für Seniorinnen und Senioren.“ Auch die Wirtschaftsförderung sei ihr ein Anliegen: „Wir brauchen attraktive Gewerbeflächen, um Unternehmen zu halten und neue anzusiedeln.“

Zum Abschluss hob Hungerhuber den Wert des Ehrenamts hervor: „Feuerwehr, Vereine, Musik, Kirche, Nachbarschaftshilfe – das alles macht unser Mühldorf lebenswerter. Ehrenamt braucht Unterstützung, Anerkennung und Respekt – auch durch die Politik der Stadt.“

Mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl zeigte sie sich kämpferisch: „Wir haben ein starkes Team, das mit Leidenschaft antritt – für mehr Miteinander, für Transparenz und Ehrlichkeit, für ein starkes, lebenswertes Mühldorf.“

Die Kandidaten

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