Wasserburg – Der Wasserburger Christkindlmarkt wird wie in den vergangenen Jahren von einem Weihnachtsengerl eröffnet. Am Freitag, 28. November, um 16.30 Uhr wird Sophie Hofstetter gemeinsam mit Bürgermeister Michael Kölbl auf dem Balkon des Rathauses die Besucher auf dem Marienplatz begrüßen und den Wasserburger Christkindlmarkt eröffnen.
Sophie ist zwölf Jahre alt und geht in die Realschule. Wenn sie nicht gerade den Text für den Prolog zur Eröffnung lernt, spielt sie in der Mädchenmannschaft Fußball beim TSV Babensham. Der Wasserburger Weihnachtsengel spielt auch Gitarre, ist oft auf Rollerskatern unterwegs und trifft sich gerne mit Freunden.
Sophie bekommt auch ein zweites Engerl an ihre Seite zur Unterstützung. Sie wird von ihrer Freundin, Theresa Krug, begleitet. Theresa ist elf Jahre alt und besucht ebenfalls die Realschule. Sie ist großer Biathlon-Fan und ist seit vier Jahren beim Ski- Club SC Haag beim Langlauf- und Biathlontraining. Seit einem Jahr ist sie zudem Mitglied bei der Schützengesellschaft Penzing.
Beide freuen sich bereits jetzt darauf, mit dem Nikolaus in der Kutsche durch Wasserburg zu fahren, um den Besuchern und Kindern zuzuwinken und alle am Christkindlmarkt willkommen zu heißen. Am Samstag (6. Dezember) um 17 Uhr werden die Weihnachtsengerl den Nikolaus und den Krampus am Wasserburger Christkindlmarkt begleiten. In die Kleidung des Nikolaus schlüpft wie jedes Jahr Carl-Heinz Hartmann, der auch den Prolog für die Christkindlmarkt-Eröffnung schreibt.
Auch die passenden Bäume sind mittlerweile in Wasserburg angekommen und unter anderem vor dem Gewandhaus Gruber aufgestellt worden. Am Mittwoch (12. November) um 13.30 Uhr rückten die Mitarbeiter vom Bauhof und den Stadtwerken an.
Im Gepäck: eine prächtige, acht Meter hohe Tanne, die aus Wasserburg stammt, wie einer der Mitarbeiter weiß. „Etwa 15 Jahre alt dürfte sie sein“, sagt ein weiterer Helfer. Er erzählt auch, dass es immer schwieriger wird, schöne Bäume zu finden. „Es werden einfach viel weniger gepflanzt“, sagt er.
„Einen schönen Baum haben Sie da ausgesucht“, betonte ein Mann im Vorbeigehen. Allerdings war es gar nicht so leicht, ebendiesen so auszurichten, dass er gerade steht. Die Arbeiter betrachteten ihn immer wieder prüfend von allen Seiten.
Auch einige Passanten gaben ihren Senf dazu. „Der steht noch ein bisschen schief“, sagte eine ältere Frau, nachdem sie einen Blick auf die Tanne geworfen hatte. Doch die Arbeiter sind Profis und es dauerte nicht länger als eine halbe Stunde, bis der Weihnachtsbaum schnurgerade in den Himmel ragte.
Magdalena Abele