Ramerberg – Kann sich Ramerberg die Unterstützung der Ortsvereine noch leisten? Zum wiederholten Male wurde über diese Frage diskutiert, auch in der jüngsten Gemeinderatssitzung war sie wieder Thema. Anlass war ein Antrag des Sportvereins Ramerberg (SV) für einen Übungsleiterzuschuss. Kostenpunkt: etwa 1600 Euro.
Angespannte
Haushaltslage
Konrad Fuchs (NRL/FWG) nahm diesen Antrag wieder zum Anlass, um die finanzielle Unterstützung der Ortsvereine zu hinterfragen. Zwar müsse diesem Antrag zugestimmt werden, weil eine ganz ähnliche Unterstützung erst dem Wintersportverein (WSV) gewährt worden sei. Angesichts der angespannten Haushaltslage, argumentierte er, seien die Vereinszuschüsse aber seiner Meinung nach grundsätzlich um die Hälfte zu reduzieren.
„Irgendwo müssen wir mit dem Sparen anfangen, sonst kommen wir irgendwann in die Zwangsverwaltung“, so Fuchs. Dritter Bürgermeister Jürgen Zott (UWR) hielt jedoch dagegen. „Die Ortsvereine gehören unterstützt“, meinte Zott. Auch die Argumentation des „fehlenden Sparwillens“ ließ er nicht gelten. „Als die Hot Socks hier im Gemeindehaus umbauen wollten, warst du der Erste, der gesagt hat, man muss hier alles unterstützen“, sagte Zott und spielte auf einen vergangenen Zuschussantrag der Tanzgruppen an. Diese hatten vor einigen Monaten finanzielle Unterstützung für eine Halterung im Gemeindehaus beantragt. Beantragt war lediglich ein Zuschuss.
Gemeinderäte
übernehmen Einbau
Der Einbau wurde schließlich auf Bestreben von mehreren Gemeinderäten komplett von der Gemeinde übernommen. Fuchs lehnte dies aber ab. Bei dem Umbau handle es sich um eine einmalige Sache, die auch das Gemeindehaus im Besitz der Kommune betreffe. Dies sei etwas anderes als der Übungsleiterzuschuss. Mit einer Gegenstimme von Konrad Fuchs gewährte der Gemeinderat den Zuschuss.