Pfaffing setzt auf Wärmewende

von Redaktion

Bürgermeister Josef Niedermeier: „Gemeinde muss Arbeit sowieso leisten“

Pfaffing – Den Ort Pfaffing zentral mit Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen versorgen – diesen Gedanken verfolgt jetzt der Gemeinderat. In seiner vergangenen Sitzung hat das Gremium eine Planung in diese Richtung angeschoben. Grundlage dafür soll eine Informationsveranstaltung am Dienstag, 18. November, im Gemeindesaal sein (siehe Infobox).

Bürgermeister Josef Niedermeier (FWF) warb im Rat für das Projekt. Einen Teil dieser erforderlichen Arbeit müsse die Gemeinde sowieso leisten, denn Kommunen müssten ein Konzept ihrer Wärmeversorgung vorlegen. Darin werde beschrieben, welche Gebäude mit welcher Energie und welcher ungefähren Menge beheizt würden.

Diese Daten erhalte man vom Kaminkehrer. Dabei sei deutlich zu erkennen, dass neuere Häuser erheblich weniger Brennstoff benötigen, wusste der Bürgermeister nach einem Blick in die Karten. Zudem werde solch ein Vorhaben derzeit noch gefördert, später absehbar nicht mehr. Für die praktische Umsetzung biete sich eine mit Hackschnitzeln betriebene zentrale Heizanlage an. Den Brennstoff könnten heimische Waldbauern liefern. Zudem habe die Gemeinde „das Glück“, so Niedermeier weiter, dass sich eine Firma dafür interessiere. Mit Blick auf Eiselfing könne man das in ähnlicher Form auch hier auf die Füße stellen.

Diesen Gedanken verfolge man schon länger, teilte der Bürgermeister mit, dafür arbeite man mit dem Rosenheimer Planungsbüro INEV, dem „Institut für nachhaltige Energieversorgung“ zusammen. Bei Betrachtung des gesamten Gemeindegebietes haben sich mit Lehen und dem Hauptort zwei Bereiche mit dem höchsten Energiebedarf herausgestellt. Für den Start fiel die Wahl auf den Ort Pfaffing mit 471 Häusern.

Die Gemeinderäte waren bereits darüber im Bilde, sahen das als gute Lösung an. Fragen zur Dauer und zum Wärmeverlust bei längeren Strecken würden auf der Informationsveranstaltung besprochen, beschied der Bürgermeister. Zweite Bürgermeisterin Monika Kaspar (UBG) erwähnte einen Zeitplan. Zwei Jahre habe es in Eiselfing gedauert, antwortete Bürgermeister Niedermeier.

Allerdings stehe und falle das Vorhaben mit dem Interesse der Einwohner, die das möglichst auf der kommenden Informationsveranstaltung kundtun mögen. Einstimmig fiel der Beschluss, ein Wärmenetz zu planen.

Informationsveranstaltung für die Bürger

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