Oberndorf. – Ein fulminantes Konzert erwartete am vergangenen Sonntag die Gäste in der Pfarrkirche in Oberndorf. Geladen hatten der Frauenchor und die Musikgruppe „Akkordverdächtig“: Beide waren vor 20 Jahren, also im Jahr 2005, gegründet worden. Anlässlich dieses Jubiläums wollten sie Freunden, Bekannten und Musikbegeisterten eine Kostprobe ihres musikalischen Könnens geben.
Gekommen waren viele, so viele, dass die Kirche die Menschenmenge nur bedingt fassen konnte. Es waren nicht nur alle Bankreihen und die aufgestellten Behelfsbänke bis auf den letzten Platz gefüllt, sondern auch die Empore; zahlreiche Zuhörer mussten sogar mit Stehplätzen im Foyer vorliebnehmen. Und sie sollten nicht enttäuscht werden.
Als Motto hatten sich die Musizierenden für das Thema „Momente, die nachklingen“ entschieden, entsprechend spürte die Auswahl der Musikstücke den verschiedenen punktuellen Empfindungen nach. Eingeleitet wurden die jeweiligen Erfahrungen von Marianne Grandl und Sandra Pongratz. Verband die eine die Lieder und Songs humorvoll mit der Geschichte der Musikgruppen, so schuf die andere eine Verbindung zum religiösen Background.
Im Vordergrund stand jedoch immer die Freude am Musizieren, die Gemeinschaft und die Harmonie untereinander, welche die 21 Interpretinnen und Interpreten aus Pyramoos, Oberndorf und Winden, sowie aus Maitenbeth und Grafing persönlich verbindet – 18 Frauen und drei Männer.
Das Zentrum bilden dabei Martina Gfüllner als Kantorin und Monika Ott als weitere Leiterin. Deutlich zu spüren ist, dass sich hier Menschen gefunden haben, die miteinander „können“, die miteinander etwas bewegen wollen.
Die instrumentale Begleitung stemmen die beiden Gruppen aus eigener Kraft; die Sängerinnen und Sänger können auf Saxofon, Querflöte, Blockflöten in den verschiedenen Stimmlagen, Gitarre, Akkordeon und Schlagzeug zurückgreifen. Entsprechend breit gefächert ist dann auch das musikalische Sujet: von bayerischen Volksmusikstücken bis hin zu Abba. Freilich ist allen wichtig, dass ihr Wirken auch in einen größeren religiösen Rahmen passt.
Fragt man nach den Momenten, die bespiegelt wurden, so finden sich: Freude und Glück, Teilen und Hoffen, Trauer und Abschied, Vertrauen und Dankbarkeit. Letztlich ging es um die Grundbefindlichkeit des Menschen, die Sehnsucht nach Halt und Geborgenheit.
Pfarrer Pawel Idkowiak dankte den Musikerinnen und Musikern zum Abschluss dafür, dass sie zu einer festen Größe im liturgischen Jahreslauf herangewachsen sind, dass sie mit der Sprache der Musik die Gottesdienste und Feiern bereichern. re