Reitmehringer Schwimmbad gerettet

von Redaktion

Protest gegen Schließung des Beckens wurde gehört – Lehrer machen Ausbildung

Wasserburg – Dr. Ursula Winkler-Budenhofer ist glücklich: Ihr Protest gegen die Schließung des Lehr-Schwimmbeckens für den öffentlichen Betrieb wurde gehört. Der Kinder- und Jugendförderverein Reitmehring springt als Retter in der Not ein. Bereits am Montag, 17. November, darf wieder geplanscht, geschwommen und im Wasser getobt werden.

Vorerst nur einmal in der Woche, immer montags von 16 bis 17.30 Uhr, öffnet das kleine Bad, berichtet Winkler-Budenhofer. Möglich machen das zwei Aufsichtspersonen: Ein Lehrer und eine Lehrerin haben die entsprechende Ausbildung, das Rettungsschwimmabzeichen in Silber, gemacht. Es ist für die Badeaufsicht notwendig, berichtet sie. Die beiden werden ehrenamtlich am Beckenrand tätig werden und aufpassen, dass nichts passiert. Das neue Angebot ist nur möglich, weil sich der Reitmehringer Kinder- und Jugendförderverein dahintergestellt hat. „Ich freue mich sehr, dass das geklappt hat“, sagt Initiatorin Winkler-Budenhofer. Alle, die am öffentlichen Schwimmen teilnehmen möchten, müssen jedoch eine Bedingung erfüllen: Mitglied im Verein sein oder werden. Das koste für eine ganze Familie im Jahr nur 15 Euro.

Der Beitritt sei aus versicherungstechnischen Gründen notwendig, so Winkler-Budenhofer. Am Eingang liegen nach ihren Angaben Anmeldeformulare aus. Vereinsmitglieder könnten außerdem an vielen weiteren Aktivitäten und Angeboten der Organisation zur Förderung des Familienlebens in Reitmehring teilnehmen.

Die Eintrittspreise verändern sich nach ihren Angaben nicht. Kinder bis sieben Jahren schwimmen umsonst, Jugendliche für zwei Euro, Erwachsene für 3,50 Euro. Auch die beliebte Ausstattung des Bades bleibt: etwa die große Auswahl an Schwimmhilfen wie Brettern, Ringe und Schwimmnudeln.

Winkler-Budenhofer hat sich als Elternbeiratsvorsitzende der Grundschule Reitmehring sehr dafür eingesetzt, dass das Bad wieder für das öffentliche Schwimmen eröffnet wird. Denn sie weiß aus Erfahrung, dass heutzutage immer mehr Kinder nicht sicher sind im Wasser. Hier könnten sie wohnortnah trainieren. Auch ältere Badegäste nutzen das Lehrbecken gerne, ebenso sportliche Schwimmer. Die Einrichtung in der Grundschule war bisher zwei Nachmittage immer von 16.30 Uhr bis 18 Uhr in der Woche geöffnet. Die Stadt konnte das Angebot jedoch aus personellen Gründen nicht mehr stemmen. Jetzt geht es doch, weil ein Verein einspringt.

Heike Duczek

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