100 neue Obstbäume für das Gemeindegebiet

von Redaktion

Artenvielfalt – Susanna Vierheller und Patrick Steinmaier pflanzen Zukunft

Rott – Die OVB-Heimatzeitungen haben Anfang Mai über den Streuobstpakt des Freistaates berichtet. Der Rotter Obst- und Gartenbauverein mit der Vorsitzenden Susanna Vierheller hat sich daran beteiligt. Der Obst- und Gartenbauverein beantragte die Förderung durch den Freistaat. Pro Hochstamm eines Obstbaumes winken 45 Euro. Der Preis pro hochstämmigem Obstbaum wird bei 52 Euro liegen. Abzüglich der Förderung werden die Selbstkosten bei sieben Euro sein. Allerdings sollte der Obstbaum länger stehen. Es gibt eine Zweckbindungsfrist von zwölf Jahren. Alle Bürgerinnen und Bürger konnten mitmachen. Der Obst- und Gartenbauverein musste die Förderung in Tranchen zu 100 Bäumen beantragen. Susanna Vierheller war sich nicht ganz sicher, ob sie die Zahl von 100 Obstbäumen vollkriegen würde, aber das Interesse war groß. Insgesamt haben sich 23 Kaufwillige gemeldet, 16 davon kamen aus dem Gemeindegebiet. Die restlichen sieben kamen aus anderen Gemeinden, da sich nicht jede Gemeinde beteiligte. Kürzlich konnten die Hochstämme bei der Baumschule Ganslmeier in Zainach abgeholt werden. Initiator und Mitorganisator der Sammelbestellung ist Patrick Steinmaier als Mitglied des Arbeitskreises Umwelt und Nachhaltigkeit. Er arbeitete mit Susanne Vierheller vom Obst- und Gartenbauverein und Stefan Ganslmaier von der ortsansässigen Baumschule zusammen. Besonders gefragt war der Apfel. Fast jeder zweite bestellte Baum war ein Apfelbaum. Spitzenreiter ist die Sorte Roter Boskoop. Insgesamt wurden 50 verschiedene Obstbaum-Sorten bestellt. Das Angebot war groß. Es konnten rund 70 Apfelsorten, rund 40 Birnen-, 15 Zwetschgen- und verschiedene Süß- und Sauerkirschenarten bestellt werden, mit dabei waren auch Quitten, Walnuss und Maroni. Jetzt noch gepflanzt, werden die Stämme in wenigen Jahren eine reiche Ernte bieten. Durch die Aktion gibt es auf einen Schlag in Rott fast 100 Obstbäume mehr. Da einige Käufer mehrere Bäume bestellten, wird es auch neue blühende Obstwiesen geben. Ein Gewinn für alle – für die Artenvielfalt, für einen wertvollen Lebensraum für Insekten und Vögel und letztendlich auch für uns Menschen. Neben dem ökologischen Nutzen trägt die Aktion auch zum Erhalt alter Obstsorten bei.

Richard Helm

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