Reichertsheim – Wenn das mal nicht harmoniert mit der Kulinarik: In der nordrhein-westfälischen Großstadt Essen gab es am 17. November in der Grand Hall Zollverein ein tolles Essen und einen Höhepunkt der Gastroszene – das Finale des Wettbewerbs „Koch des Jahres“.
Kreative Menüreihe,
souverän umgesetzt
Mittendrin am heißen Herd: Fabian Höckenreiner, Küchenchef im „Fichters“ in Ramsau im Landkreis Mühldorf und sein Assistent Christian Wurmsam, Küchenchef im Münchner Restaurant „Pageou“.
Anspannung, Fleiß und Kreativität der jungen Köche zahlten sich am Ende aus: Mit einem exquisiten Drei-Gänge-Menü sicherten sich die zwei einen Platz auf dem Siegertreppchen. Vorbereiten konnten sie lediglich Vorspeise und Dessert. Für den Hauptgang gab es eine geheime „Black Box“. Die Zutaten wurden erst am Finaltag in einer Überraschungsbox an die Teilnehmer übergeben. Die Vorspeise bildete ein von Höckenreiner neu interpretierter Waldorf-Salat. Als Hauptgang punktete ein geschmortes Stück vom Rind mit Zwiebeln, Kirschen und Maiwipferl (Fichtensprossen). Beim süßen Abschluss brillierte Höckenreiner mit einer Variation aus weißer Schokolade an Kürbis-Sanddorn. „Ich freue mich sehr, bin aber auch wahnsinnig erleichtert, absolut zufrieden mit dem zweiten Platz und freilich ein bisserl stolz“, findet er im Gespräch mit der Redaktion klare Worte nach dem Sieg in Essen. Für ihn und seinen Assistenten Christian ist die Auszeichnung eine „große Ehre“.
Wie es jetzt weitergeht ist noch offen und hängt davon ab, ob Höckenreiner die Auszeichnung für sich und mögliche Sponsoren beziehungsweise Kooperationen nutzen möchte. Fest steht: Er bleibt auf jedem Fall dem „Fichters“ in Ramsau erhalten.
Keine Veränderungen
geplant
„Daran wird nicht gerüttelt. Das ist mein Ding und so schnell wird nichts Neues in Angriff genommen“, versichert der junge Koch. Große Veränderungen sind also vorerst nicht geplant.
„Ich habe mich im Wettbewerb schließlich auch nicht verstellt, war ich selbst. Ich bleibe weiterhin der Alte und koche so, wie es die Leute von mir kennen und mögen.“ Ein Gewinn für die Kulinarik im „Fichters“ in Ramsau ist Höckenreiner auf jeden Fall.