Es war eine Feier, wie sie stimmungsvoller kaum hätte sein können: Erst versammelten sich die in zünftigen Trachten gekleideten Gebirgsschützenkompanien aus Bad Endorf, aus der Hofmark Söllhuben und aus Rosenheim vor dem Rathaus, um den Gruß von Bürgermeister Michael Kölbl zu erwidern, dann nahmen sie in der Stadtkirche St. Jakob an einer von Pfarrer Bruno Bibinger geleiteten Andacht teil, und anschließend zogen sie gemeinsam zur Kirche St. Achatz. Für die musikalische Umrahmung der Zeremonie sorgte die Stadtkapelle Wasserburg, mit Fackeln in der Hand sicherte die Feuerwehr den Zug durch die Stadt ab. Vor St. Achatz hielt Kölbl eine Ansprache, in der er an die Schlacht am nahen Magdalenenberg vor 320 Jahren erinnerte. In den Wirren des Spanischen Erbfolgekriegs hatte sich im November 1705 die heimische Bevölkerung gegen die überlegene kaiserlich-österreichische Besatzungsmacht aufgelehnt, in einem Gemetzel kamen in Wasserburg mehr als 300 Bauern, Knechte, Bürger und Schützen ums Leben oder wurden verletzt. „Die Opfer von damals mahnen uns zum Frieden“, betonte der Bürgermeister. Foto / Text Weithofer