Verlust des Museums führt zu Rückgang der Mitgliederzahlen

von Redaktion

Jahresversammlung des Geschichtsvereins „Freie Reichsgrafschaft Haag“ ehrt langjährige Mitglieder

Haag – Der Geschichtsverein „Freie Reichsgrafschaft Haag“ konzentrierte seine Zukunftshoffnung zur Generalversammlung im Gasthaus Hacklthal auf die nächsten Kommunalwahlen: Nur wenn sich etwas ändert, könne das Haager Museum wieder eingerichtet werden, so Vorsitzender Gerhard Kramer.

Nicht nur auf das letzte Jahr warf Vorsitzender Gerhard Kramer den Rückblick auf das Vereinsgeschehen. 20 Jahre nun schon vermisse man das Museum des Haager Landes, das wegen der Renovierungsarbeiten aus dem Schlossturm weichen musste. Das bedeutete einen Rückgang der Mitgliederzahlen. Auch der früher „reichliche Nachwuchs“ minimierte sich aufgrund fehlender historischer Museumsarbeit. Weiter berichtete Kramer von den Bestrebungen, im Zehentstadel das Museum wieder einzurichten. Die Gemeinde, stellte er fest, habe kein Interesse daran, dem Geschichtsverein Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen: „Das schaut nicht gut aus.“ So werde es wohl von der nächsten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl abhängen, ob das Haager Museum wieder aufersteht.

Eine Übergangsmöglichkeit wurde mit der Nutzung der Räume angesprochen, die im Pfarrheim durch den Wechsel der Bibliothek in den Zehentstadel freiwerden. Dort bestünde nach Kramer die Möglichkeit, eine Dauerausstellung einzurichten. Seit 2017 habe man einige öffentliche Ausstellungen im Pfarrheim durchgeführt und große Nachfrage gehabt. Das Motto für die Zukunft laute: „Wir müssen Präsenz zeigen.“

Das Resümee der Aktivitäten umfasste den traditionellen Jahresrahmen. So beteiligte sich der Geschichtsverein am Patronatstag der Feuerschützen, was man schon über 40 Jahre pflege. Vorträge beinhalteten Themen zu den Villen des Palladio im Veneto und zum Carnevale in Venedig. Die Maiandacht wurde wie immer in der St.-Georgs-Kirche in Reith gehalten.

Seinen Stammplatz behauptete der Geschichtsverein zum Straßenfest bei Hut Knittlberger mit Ausschank von „edlem“ Grafenwein und Verkosten von historischen Hauberlingen. Dank gebührt den Familien Knittlberger und Glasl. Der Vereinsausflug führte in das Postmuseum von Maitenbeth. „Dort haben sie auch ein Problem der Aufrechterhaltung“, berichtete Vorsitzender Gerhard Kramer. Neben dem Jahrtag und der 36. Stiftsmesse in Kirchdorf habe man schließlich auch den Haager Herbstfesteinzug wahrgenommen. Ein Dank gelte den „Trachtlern“ des Vereins.

Die besondere Ehrung galt Josef Sax für 40 Jahre Mitgliedschaft. Für 25 Jahre ehrten Vorsitzender Gerhard Kramer und Stellvertreter Hubert Sailer mit Urkunde und Ehrennadel Bernd Furch und Georg Heinrich.

Das Programm für nächstes Jahr sieht vier Vereinsabende vor, die Traditionsveranstaltungen und eine Kirchenführung mit Krypta von Hubert Sailer. Ludwig Meindl wird den dritten Teil von „Haager Häuser und Bürger“ präsentieren.xy

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