Isen – „Der Markt Isen ist es wert, dass man sich für ihn einsetzt“ waren die Schlussworte von Siegfried Fischer bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft Isen am Donnerstag im Klementsaal. Fischer hatte sich 24 Jahre lang als Bürgermeister für die Belange der Gemeinde eingesetzt und sein Amt im Jahr 2020 an die heutige Ortschefin Irmgard Hibler übergeben. An diesem Abend fungierte er als Wahlleiter.
Hibler begrüßte zu Beginn der Versammlung nicht nur ihn als Altbürgermeister, sondern auch die ehemalige Gemeinderätin Brunhilde Kesenheimer, als „ein Urgestein der Freien Wähler“.
Politische
Unabhängigkeit betonen
Gekommen waren auch Bezirksrätin Maria Grasser, amtierende Gemeinderäte und eine Handvoll neugieriger Gäste anderer Gruppierungen. In ihrer kurzen Begrüßung erklärte Hibler, dass die Freien Wähler Isen nun als „Gemeinschaft“ – kurz FWG – auftreten. „Mit dem Namenszusatz möchten wir unsere politische Unabhängigkeit noch klarer betonen“, so Hibler.
Die Wahl begann mit dem Vorschlag von Michael Betz, Irmgard Hibler als Kandidatin für das Amt der Ortsspitze ins Rennen zu schicken. Die 52-Jährige, die in Haag geboren und in Fleck bei Mittbach im Gemeindegebiet Isen aufgewachsen ist, blickte kurz auf die letzte Aufstellungsversammlung am 10. Dezember 2019 zurück. „Da wurde ich gefragt“, so die verheiratete Mutter dreier erwachsener Kinder, „ob ich mich aufstellen lassen möchte. Da war ich neugierig, aber auch sehr aufgeregt. Jetzt, sechs Jahre später, stehe ich wieder hier und habe die Gewissheit, dass ich die Entscheidung nicht bereut habe“, so Hibler. Für die kommunalen Aufgaben wie den Wohnungsbau habe sie wertvolle Erfahrungen einbringen können, die sie in 27 Jahren in Fischers Stiftung in Erding sammeln konnte. Dort war die gelernte Rechtsanwalts-Fachangestellte bis zu ihrem Amtsantritt im Immobilienbereich für die Verwaltung von Miet- und Gewerbeobjekten sowie für Finanzen zuständig.
Ihr Antrieb für ihre erneute Kandidatur sei auch die Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber. „Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen“. Trotz der Herausforderungen habe man gemeinsam viel erreicht. Einige Projekte wie das Feuerwehrhaus Mittbach konnten abgeschlossen werden, andere wurden angestoßen. „Mit der Sanierung der Grund- und Mittelschule sichern wir den Schulstandort in Isen nachhaltig. Auch wenn es ein großes und finanziell anspruchsvolles Projekt ist, stehen wir auf der Zielgeraden“.
Große Schritte seien auch beim Klimaschutz gewagt worden, erklärte Hibler und nannte das entstehende Nahwärmenetz und die Kooperation mit der Bürgerenergie Isental als Beispiele. Es sei noch nicht alles abgeschlossen, aber die Weichen wären gestellt. „Dieser Weg kostet Geld und der Markt Isen hat Schulden, aber wir haben viele Werte geschaffen, die uns und den folgenden Generationen zugutekommen.“ Ein Thema, das ihr am Herzen liege, sei die Entwicklung des Ortskerns. Aber auch die Kinderbetreuung, betreutes Wohnen und die ärztliche Versorgung dürften nicht aus den Augen verloren werden. „Diese Aufgaben brauchen Sorgfalt, Mut und Weitblick und einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Finanzen. Schnelle Lösungen gibt es selten, aber es gibt entschlossene Schritte. Die möchte ich weiter mit Ihnen gehen“, sagte Hibler.di