Reichertsheim – Beim Jahrtag des Reichertsheimer Trachtenvereins wurde besonders der sieben im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder gedacht. Den Gottesdienst in der Pfarrkirche zelebrierte Diakon Andreas Klein.
Nach dem Gottesdienst wurden die Gräber der im Reichertsheimer Friedhof Bestatteten zu einem stillen Gebet besucht, wozu die Trachtenblaskapelle Ramsau Weisen spielte. Der Rückblick auf das Gründungsfest im August bestimmte die anschließende Jahresversammlung im Gutsgasthof in Thambach.
„Vorübergehend
geschlossen“
Die beiden Festleiter Josef Bibinger und Gust Grundner junior berichteten über 18 Festausschusssitzungen, unzählige Treffen einzelner Arbeitsgruppen und eine intensive Probenarbeit, welche die gut zweijährige Vorbereitungszeit prägte. Mit dem Altaraufbau am 25. Juli fiel der Startschuss für das Fest.
In beeindruckender Weise wurde das Vereinsjubiläum vom 7. bis zum 11. August gefeiert. Für Lacher sorgte bei der Bilderpräsentation ein Luftbild aus Google-Maps, das offensichtlich kurz vor Festbeginn aufgenommen wurde. Das Bild zeigt den Festplatz samt Festzelt mit der Aufschrift „Trachtenfest Reichertsheim – vorübergehend geschlossen“. Der Dank der Festleiter galt allen, die zu diesem großartigen Fest beigetragen hatten. Den beiden Festleitern wurde insbesondere für die präzise Organisation, Vorbereitung und Durchführung der Festlichkeiten gedankt. Auch die Berichte der Gruppenleiter waren von der Probenarbeit und den Veranstaltungen im Rahmen des Gründungsfestes bestimmt. Darüber hinaus war das zurückliegende Halbjahr seit der Frühjahrsversammlung überaus veranstaltungsreich. Vorplattler Kilian Fluhrer berichtete von der Mitwirkung der Aktiven unter anderem beim Gaufest in Traunstein mit einem Auftritt beim Gauheimatabend, einem Ehrtanz am Festsonntag und beim Gaupreisplatteln, beim Oktoberfest-Bieranstich des Airbräu im Münchner Flughafen, beim Berlin Marathon und im Bräustüberl-Festzelt beim Herbstfest in Haag. Zudem wurden Essenausträger bei den Burschenfesten in Stierberg und Ramsau gestellt und bei den Gaudiwettbewerben der Burschenvereine teilgenommen.
Stellvertretende Jugendleiterin Magdalena Kirchthaler berichtete neben verschiedenen Auftritten von der Teilnahme am Gebietspreisplatteln und vom Gebietszeltlager in Holzhausen. Zur Freude der Versammlungsteilnehmer sang die Kinder- und Jugendgruppe nochmal das für den Festabend beim Gründungsfest auf einen Haferlschuh umgetextete und eingelernte Lied „Oh du schöne Hobelbank“. Schnalzerchef Sepp Baumgartner berichtete ebenfalls von zahlreichen Auftritten, wie der Teilnahme am Volksfestauszug in Mühldorf, Seilzieh-Wettbewerb des Ramsauer Burschenfestes, beim Airbräu in München und im Bräustüberl-Festzelt in Haag. Ein Höhepunkt war der Auftritt bei der Oidn Wiesn in München, der live im Bayerischen Fernsehen übertragen wurde. Martin Lohmaier berichtete für die Trachtenblaskapelle Ramsau ebenfalls von einem reichhaltigen Festsommer. Am Gaufest in Traunstein konnte trotz des zeitgleichen Engagements in Soyen mit über 30 Musikanten teilgenommen werden. Beim Gründungsfest des Trachtenvereins war die Trachtenblaskapelle die Festkapelle. Ein weiterer Höhepunkt war die Reise der Kapelle nach New York mit der Teilnahme an der Steuben-Parade.
Der Bericht von Vereinsvorstand Gust Grundner senior blickte neben vielen anderen Aktivitäten auf die Trachtenwallfahrt Maria Eck zurück, bei der 46 Teilnehmer des Vereins um einen guten und unfallfreien Verlauf des Gründungsfestes gebetet haben.
Theaterpremiere
am 13. Dezember
Teilgenommen wurde an den Volksfesteinzügen in Gars und Haag, an den 150-jährigen Gründungsfesten der Feuerwehren Reichertsheim und Kirchdorf, an den Burschenfesten in Stierberg und Ramsau, sowie beim Gaufest in Traunstein. Der Ausblick des Vorstands beinhaltete die Theateraufführungen ab 13. Dezember mit dem Schwank „Das Prämienkind“. Abschließende Dankesworte beendeten die Versammlung.