Soyen/Wasserburg – „Wenn man sein Haus betritt, wird man von einer beeindruckenden Sammlung von Jagdtrophäen empfangen. Rehbock und Gams, Elch, Hirsch und Steinbock, Fuchs, Auerhahn und vieles mehr dokumentieren die private, die eigentliche Leidenschaft des Hausherrn“, berichtet Dr. Wolfgang Lampeter.
Die große Passion von Toni Meggle seien die Jagd und die Natur gewesen. „Hier suchte und fand Toni Meggle Ruhe, Ausgleich und Entspannung von der Hektik und dem Druck eines Unternehmerlebens, das weit über die Grenzen Bayerns und Deutschlands in die Welt hinaus agierte“, ist sein Jagdfreund überzeugt.
Revier in der Schlicht
gepachtet
„Als lernender Jungjäger machte er seine ersten Schritte in der Wasserburger Jagd, dem Revier von Fellner senior. Nur wenige Jahre später, 1957, pachtete er ein Revier in der Schlicht. Dieses betreute und bejagte er über sieben Pachtperioden, 63 Jahre lang. Während dieser Zeit zog es ihn auch als gestandenen Jäger in die Welt hinaus. Er jagte in Europa, Asien, Süd- und Nordamerika. Alle Wildschafrassen der Welt wollte er pirschend erleben, beobachten und erlegen“, erinnert sich Lampeter. Toni Meggles Wahlspruch sei gewesen: „In der Welt zu Hause, in Bayern daheim“, dies habe auch für die Jagd gegolten.
„Jahrzehntelang spielte er Karten mit den Bauern in seinem Schlichter Revier, besuchte sie als Jäger und Reiter, hielt Kontakt mit ihnen und zu den Nachbarrevieren. Eine Jagdhütte mit einem Bankerl davor und mit Blick auf den Inn war der Mittelpunkt seiner Schlichter Jagd. Hier verbrachte er viele Stunden der Kontemplation, hier schöpfte er Kraft.“
Die Pirsch sei seine Passion gewesen. „Bei der Jagd im Niederwildrevier und seiner Hochgebirgsjagd in Österreich war er zu Hause. Dieser Leidenschaft frönte er intensiv.“
Der Wind, das Licht, die Geräusche des Waldes und der Fußabdruck, Farben, Deckung und Bewegung seien ständiger Begleiter des pirschenden Jägers. „Toni Meggle ging in ihnen auf, er wusste sie für sich zu nutzen. Sein Fuß war leise, sein Schritt war sicher. In der Hochgebirgsjagd fand er die Erfüllung.“ Toni Meggle sei kein „Schießer“ gewesen. Er habe kranke Tiere erlöst und die reifen geerntet, „die Alten, die ihre Reproduktionspflichten erfüllt haben“. „Er sorgte für Fütterung in Notzeiten und beobachtete den Zustand des Waldes. Die Jägerschaft verneigt sich vor ihm.“