Freilegung eines Buntglasfensters: Ramerberger Kirchenrenovierung ist ein Jahrhundert-Projekt

von Redaktion

Im Zuge der Ramerberger Kirchenrenovierung wurde ein zugemauertes Fenster freigelegt. Zum Vorschein kam ein Buntglasfenster im Nazarener Stil. Ein farbenkräftiges Bild an einer Stelle, wo seit der letzten Kirchenrenovierung 1937 nur Mauerwerk zu sehen war. Der örtlichen Überlieferung zufolge wurde das Fenster von innen zugemauert, weil sich der damalige Pfarrer beim morgendlichen Gottesdienst von der Sonne geblendet gefühlt habe. Eine weitere Erklärung wäre ein radikaler Wandel des Zeitgeschmacks, dem der romantisch-religiöse Nazarener Stil missfiel. Ausgeführt wurde die Freilegungsarbeit von Mitarbeitern der Glaswerkstätte Firma Rothkegel aus Würzburg, ein Betrieb für Kunstverglasungen, der auch historische Verglasungen restauriert. Selbst die beiden Fachleute fanden die Aufgabe sehr spannend und gingen erwartungsvoll ans Werk. Nach ihren Worten ist es nicht selbstverständlich, dass sie eine Bildrestaurierung mit dem Aufstemmen von Mauerwerk beginnen. Beim Abspalten von Mörtelputz kam eine Platte zum Vorschein. Die Spannung wuchs, als durch eine Spalte ein erster erwartungsvoller Blick auf das immer noch dunkle Bild frei wurde. Nach den Worten der Glasrestauratoren lebt das Glas vom Licht und erst das Licht lässt die Farben strahlen. Für alle, die sich für die Kirchenrenovierung interessieren, findet ein Info-Abend am Donnerstag, 27. November, um 19.30 Uhr im Gasthaus Bichler statt. Neben Verwaltungsleiter Christian Staber geben Architektin Birgit Ströbitzer und Fachbauleiter Wolfgang Lauber Einblicke in den aktuellen Stand und den weiteren Verlauf der Renovierung. Fotos / text penzkofer

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