Mit eigenem Charakter und Charme

von Redaktion

Gemeinderat Gars stimmt für Bebauungsplan Klosterfeld in Au – Detaillierte Vorgaben

Gars – Mit einer Reihe baulicher Maßnahmen beschäftigte sich der Garser Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. So stellten zunächst Architekt Dr. Stefan Hajek und Landschaftsarchitektin Daniela Reingruber zusammen mit Bürgermeister Robert Otter und Daniela Fischer vom Bauamt dem Gremium vorab den aktuellen Entwurf des Bebauungsplans Klosterfeld in Au am Inn vor.

Der Gemeinderat war zwar grundsätzlich einverstanden und sah das Vorhaben positiv, man nahm aber noch Veränderungen hinsichtlich Baugrenzen, Wandhöhen und Dachneigungen vor, um die Gebäude besser den Gegebenheiten vor Ort anzupassen, denn sie werden von ihrer Lage her mit den Klostergebäuden und dem Franziskushaus ein Ensemble bilden.

Einheitliche Ausrichtung
und steilere Dächer

Daher wird der Bebauungsplan detailliertere Vorgaben machen als sonst in der Regel üblich, so zum Beispiel eine einheitliche Ausrichtung der Baukörper und vergleichsweise steilere Dächer, wodurch eine Bebauung mit eigenem Charakter, aber auch Charme entstehen wird, so sahen es auch Planer und Gemeinderat. Nachdem der Entwurf dann einstimmig angenommen wurde, können nun im nächsten Durchgang die bei der zweiten Auslegung eingegangenen Stellungnahmen und Vorabstimmungen mit dem Denkmalschutz und der Regierung von Oberbayern gewürdigt und gegebenenfalls weitere Änderungen eingearbeitet werden.

Schon vor fünf Jahren hatte die Freiwillige Feuerwehr Lengmoos den Neubau eines Feuerwehrhauses beantragt, da für das vorhandene Gebäude keine Möglichkeit zur Aufstockung oder Erweiterung besteht. Nachdem sich der Gemeinderat bei einem Lokaltermin von der Notwendigkeit der Baumaßnahme überzeugt hatte, machte man sich auf die Suche nach einem Grundstück, das sich schließlich am Rande des neu zu erschließenden Gewerbegebiets im Norden der Gemeinde fand. Da dieses Baugebiet zum Ende dieses Monats fertig erschlossen sein dürfte, kann nun die Realisierung des bereits vorliegenden Entwurfs für den Neubau des Feuerwehrhauses in Angriff genommen werden, wofür als nächster Schritt eine Kostenschätzung vorgenommen wurde. Etwa 1,5 Millionen Euro wird der Bau voraussichtlich kosten, wobei die von den Mitgliedern der Feuerwehr Lengmoos zugesicherten 1.500 Stunden Eigenleistung bereits berücksichtigt wurden. Nachdem im gemeindlichen Haushalt für 2025 bereits 615.000 Euro angesetzt und für das nächste Jahr noch einmal 500.000 Euro vorgesehen sind sowie von einer Förderung in Höhe von 336.000 Euro für die vorgesehenen beiden Fahrzeugstellplätze auszugehen ist, können dementsprechend 1.451.000 Euro eingeplant werden. Der Gemeinderat legte angesichts dieser Berechnungen einstimmig einen Kostenrahmen in Höhe der in der Schätzung veranschlagten 1.523.000 Euro fest und gab grünes Licht für die Einholung von Angeboten.

Im Rahmen des Städtebauförderungsprogramms „Wachstum + nachhaltige Entwicklung“ sollen für das Jahr Fördermittel für die Projekte „Neuordnungs- und Parkraumkonzept am Marktplatz Gars am Inn“ und „Feinuntersuchung Parken im Ort Au am Inn“ beantragt werden, wie der Rat einstimmig beschloss.

Ein Zirkuszelt
auf dem Bolzplatz

Der anschließend behandelte Antrag des „InnHügelLand e.V.“ auf Nutzung des Bolzplatzes bei der „Alten Grundschule“ für die Aufstellung eines Zirkuszeltes, in dem im September 2026 ein „Wiesnzirkus“ mit einer Reihe von Veranstaltungen stattfinden soll, fand ebenfalls einhellige Zustimmung.

Von den Bekanntmachungen erscheint erwähnenswert, dass die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge an der „Alten Grundschule“ in Betrieb sind und noch in diesem Jahr weitere an der Lengmooser Straße errichtet werden sollen.

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