Probeampel soll Daten liefern

von Redaktion

Gemeinderat Gars gibt grünes Licht für Projekt an viel befahrenen Straßen

Gars – Wiederholt hatte die Fraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ im Gremium auf die problematische Situation an den beiden Fußgängerüberwegen beim Rathaus beziehungsweise zwischen Mittelschule und Gymnasiumsbusparkplatz hingewiesen und von Beobachtungen gefährlicher Situationen für die Straße überquerende Fußgänger bis hin zu einem Unfall mit Fahrerflucht berichtet. „Wir versuchen seit Jahren, die Situation mit ehrenamtlichen Schülerlotsen zu entschärfen. Doch nachhaltig funktioniert das nicht“, erklärte dazu Dritter Bürgermeister Joachim Kraus.

Sicherung des
Übergangs wird
offiziell empfohlen

Nachdem nunmehr die Ergebnisse einer aktuellen dreitägigen Verkehrszählung in den Stoßzeiten am Morgen und mittags vorlagen, stellte die Fraktion der Grünen den Antrag auf die Errichtung von Fußgängerampeln an beiden Übergängen, da die überraschend hohen Zahlen von mehreren Hundert Verkehrsteilnehmern auf den sich in Gars kreuzenden beiden größeren Straßen in einem Bereich liegen, für den die Sicherung des Übergangs mit einer Ampelanlage offiziell empfohlen wird.

Kraus wies darauf hin, dass nicht nur die zahlreichen Schüler im Schulstandort Gars von einer Verbesserung der Verkehrssicherheit durch Ampelanlagen profitieren würden, sondern generell alle Garser. Dem wurde entgegengehalten, dass eine Fußgängerampel möglicherweise gar nicht genutzt und einfach der kürzeste Weg über die Straße gewählt werde. Man müsse auch die Akzeptanz einer solchen Maßnahme im Blick haben. Markus Lutz (Grüne) widersprach: „Die Gemeinde muss sichere Rahmenbedingungen schaffen. Für das Verhalten der Menschen können wir nicht verantwortlich sein. Aber das Angebot muss stimmen.“ Offenkundig wollte sich der Gemeinderat seiner diesbezüglichen Verantwortung nicht entziehen und stimmte am Ende der Debatte einstimmig dafür, das Projekt weiterzuverfolgen. Dazu soll noch vor Weihnachten eine Probeampel mit Zähler installiert werden, um über einen längeren Zeitraum zuverlässige Daten zu sammeln, auf deren Grundlage man dann weiter entscheiden kann. Parallel dazu wird die Verwaltung konkrete Informationen zu den Kosten einholen.

Kosten eventuell
nicht so hoch
wie angenommen

Erste Sondierungen von Bürgermeister Otter hatten gezeigt, dass die Kosten möglicherweise nicht so hoch sind, wie ursprünglich angenommen, und damit in einem realisierbaren Rahmen liegen könnten.

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