Babensham – Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem in der ursprünglichen Tagessordnung nicht vorgesehenen Thema beschäftigt. Bürgermeister Sepp Huber unterrichtete das Gremium über ein Kündigungsschreiben des Rosenheimer Tierheims. Darin heißt es, dass die derzeitige Höhe der Fundtierpauschale die Kosten für die medizinische Erst- und Nachversorgung sowie die Unterbringung und Pflege der Tiere im Tierheim bis zu deren Vermittlung nicht mehr abdecken würde. „Wir haben in allen Bereichen eine hohe Kostensteigerung zu verzeichnen“, heißt es zur Begründung der Kündigung. Hingewiesen wird dabei auf die gesetzliche Zuständigkeit der Gemeinden für Fundtiere, „auch für verletzte und kranke“. Spenden oder Vereinsmittel dürften nicht dazu dienen, kommunale Aufgaben zu ersetzen beziehungsweise Defizite auszugleichen. Das Heim macht nun das Angebot für Einzelabrechnungen: „Hier wird ein Tagessatz in Rechnung gestellt, der sich aus den Betriebskosten, den Personal- und den Futterkosten berechnet.“ Die derzeit noch geltende Pauschal-Vereinbarung endet am 31. Dezember. Die Zahl der Fundtiere, vor allem Katzen, ist nach Hubers Worten relativ gering – zwei bis drei im Jahr. Einen Beschluss fasste der Gemeinderat in seiner Sitzung nicht. „Wir werden das Ganze im Dezember nochmals öffentlich behandeln“, sagte der Geschäftsleiter der Verwaltung, Martin Kubiczek.win