Schnaitsee – Unter dem Punkt Bekanntgaben berichtete Bürgermeister Schmidinger vom Stand der Bauarbeiten an den Straßen in der Ortsmitte. Mehrarbeiten an der Kirchensurer Straße nördlich vom Anwesen Hamberger waren notwendig geworden, da die bestehende, reparaturbedürftige, Entwässerung noch direkt durch das Grundstück führte. Die Entwässerung wurde nun im Rahmen der Straßenbauarbeiten neu verlegt, was natürlich Mehrkosten nach sich zieht. Für den Hauseigentümer ergab sich daraus die Gelegenheit, Abdichtungsmaßnahmen an der nördlichen Außenmauer durchzuführen.
Die bauausführende Firma Swietelsky ist mit den Arbeiten am Gehweg in der Trostberger Straße auf Höhe der Anwesen 12 und 14 beschäftigt. Nach der Einigung mit dem Eigentümer kann hier nun ein barrierefreier Gehweg angelegt werden, die Zugänge zum Haus Nr. 14 werden mittels einer Rampe weiterhin möglich gemacht. An dieser Straßenengstelle wird es nun auf mehrere Meter Länge eng werden, was eventuell auch für eine beruhigende Wirkung auf den Verkehr sorgt.
Auch in Waldhausen gibt es in der Ortsmitte Bauarbeiten. Die Wasserleitungen der Harpfinger Gruppe werden in der Marienstraße neu verlegt, zudem werden zwei neue Kanalhausanschlüsse neu gebaut. Die Arbeiten der Firma Hogger verlaufen dabei planmäßig.
Mit einstimmigen Genehmigungen behandelte der Bauausschuss der Gemeinde Schnaitsee einige Planungsvorhaben.
Am Anwesen Oeden 6 kann eine neue Doppelgarage entstehen, das bestehende Backhaus wird abgerissen. Ganz im Sinne der Gemeinde war auch der Antrag für eine Nutzungsänderung im landwirtschaftlichen Gebäudeteil im Anwesen Zansham 2. Innerhalb der bestehenden Kubatur entsteht eine weitere Wohnung, es wird keine zusätzliche Fläche versiegelt. Konkret beantragt wurde die Nutzungsänderung der bisherigen Betriebsleiterwohnung in eine Altenteilerwohnung sowie der Abbruch des landwirtschaftlichen Mittelgebäudes. Hier soll eine neue Betriebsleiterwohnung im EG und OG entstehen.
Ebenfalls zugestimmt wurde dem Bauvorhaben auf dem Betriebsgelände der Huber Spezialtransporte GmbH im Rumeringer Gewerbegebiet. Hier soll im nördlichen Grundstücksteil eine neue Halle entstehen. Die Halle soll nah an der Staatsstraße St 2360 Harpfing-Waldhausen errichtet werden, sodass das festgesetzte Baufenster um zwölf Meter nach Westen geschoben werden soll. Hierfür signalisierte das staatliche Bauamt bereits Zustimmung. Mit dem Hinweis, die im Bebauungsplan geforderte Eingrünung des Randstreifens zu beachten, wurde einstimmig das Einvernehmen erteilt.
Eine herausfordernde Maßnahme ist an der Kampenwandstraße Nr. 8 geplant. Der Eigentümer beantragte den Anbau einer Garage im KG, was bei der Hanglage aber im Grunde ebenerdig mit der Straße ist. Darüber soll eine Terrasse für die EG-Wohnung entstehen. Zudem ist Richtung Norden ein Anbau für einen Schlafraum geplant.
Damit soll in dem Gebäude eine zweite Wohneinheit entstehen, da nunmehr auch das OG einen Raum mehr zur Verfügung hat. Im Sinne einer Nachverdichtung im Innenbereich wurde dem Bauvorhaben die Zustimmung erteilt. Mit der Schaffung der Doppelgarage wird zudem die Parkplatzsituation im Umfeld des Grundstücks etwas entschärft.
Am landwirtschaftlichen Anwesen Obernhof 4 wurde dem Eigentümer die Genehmigung erteilt, die bestehende Bedachung eines Silos zu beseitigen und dafür eine neue Bedachung auch über das zweite Fahrsilo zur Lagerung von Heu zu bauen.
Den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage beantragte der Eigentümer des Grundstücks Kreuzstraße 13. Die Kreuzstraße ist als Mischgebiet ausgewiesen, aktuell ist die Fläche als „Grünfläche“ dargestellt. Da nichts gegen eine Bebauung mit einem Wohngebäude samt Garage mit Stellplätzen sprach, wurde die Genehmigung erteilt.
Vorab genehmigt wurde bereits der Neubau einer Güllegrube mit Decke im Rahmen der Geschäfte der laufenden Verwaltung. Diese soll in Verbindung mit dem Stall-Neubau beim Anwesen Seppenberg 4a errichtet werden.
Eine Hütte für Snack-Automaten soll auf dem Grundstück Flurnummer 1417 am Aussichtsturm in Obernhof entstehen. Hier liegt aktuell ein formloser Antrag vor, um eine grundsätzliche Machbarkeit zu erörtern. Geplant wäre eine Holzhütte mit etwa drei Verkaufsautomaten darin, die Getränke und Snacks anbieten.
Die Stromversorgung soll über das Grundstück des Eigentümers Obernhof 2 erfolgen. Die zahlreichen Besucher, Radler und Wanderer am Höhenrücken könnten von dieser Möglichkeit durchaus profitieren, eine abschließende Bewertung soll in einer der nächsten Sitzungen erfolgen.
Angelika Sewald-Löffelmann und Christian Sewald regten beim Punkt „Anfragen“ an, an den neuralgischen Engstellen der Kampenwandstraße die Möglichkeit von Halteverboten zu prüfen. „Mit der aktuellen Situation sei kaum jemand zufrieden und für Winterdienst und Feuerwehr ist es eher problematisch“ meinten sie dazu. Zu guter Letzt erinnerte Günther Edlmann an den schon mal lose besprochenen Begegnungspark, eine Behandlung im gesamten Gemeinderat sei hier wünschenswert – ebenso wie die Beteiligung seitens der Gemeindebürger beziehungsweise der Vereine.