„Total stimmig“: Was beim Badriazzo Besonderes auf den Teller kommt

von Redaktion

Die eigentliche Schau findet zwar erst in einigen Wochen am 10. Januar statt, doch die Speisenfolge beim Badriazzo 2026, dem Wasserburger Schwarz-Weiß-Ball, steht schon fest – ein echter Gaumengenuss. Davon konnten sich zwölf Gäste bei einem Testessen im Rathaus überzeugen, darunter Bürgermeister Michael Kölbl sowie seine Stellvertreter Werner Gartner und Edith Stürmlinger. Ebenfalls anwesend war Andrea Aschauer von der Touristinfo, die als Organisatorin die Fäden in der Hand hält. Einmal mehr, mittlerweile zum achten Mal, zeichnet Klaus Schlaipfer mit Sohn Tobias für das dreigängige Menü verantwortlich. Die Ballbesucher dürfen wählen zwischen Garnelen auf Erbsenrisotto mit Karotten und dem Rinderfilet in Baralojus. Dazu gibt es Kartoffelgratin und Bohnen im Speckmantel. Den Veganern serviert das Schlaipfer-Team Aubergine mit Tofu und Tomatinoreis. „Wir wissen, manche Gäste kommen nur deswegen, weil sie etwas Veganes zum Essen bekommen. Denen können wir was anbieten“, sagen die Caterer. Hunderte Menüs auf die Teller zu bringen, ist für sie freilich nach wie vor eine Herausforderung. Aber sie sind nicht allein: Allein 16 Helfer arbeiten in der Küche, 21 sind im Service. Für die Fleischliebhaber hat Klaus Schlaipfer einen Lieferanten aus Brasilien gewählt. „Bei dem haben wir ein gutes Gewissen“, sagt er. Bei der Zubereitung der Filets geht er mit Raffinesse vor: Die Temperatur des Wasserbads muss bei genau 56,5 Grad liegen, die Garzeit bei 90 Minuten. Sous-vide heißt die Methode zur besten Geschmacksentfaltung. Schon die Vorspeise ist ein Gedicht: Gewürfelter Schafskäse und Rote Bete auf einer Knödelscheibe, gedeckelt mit gebeiztem Lachs. Das Dessert ist ebenfalls eine recht leckere Sache, Mascarpone mit Apfelkaramell als Crunch: „Damit es nicht langweilig ist.“ Und wie kam das Essen bei den Testern an? Der Schafskäse sollte etwas cremiger sein und etwas weniger gewürzt, war zu hören. An Knoblauch, man weiß es, scheiden sich eben die Geister. Aber sonst gab es nur Lob für das Menü: „Total stimmig, sehr gut, alles war gut aufeinander abgestimmt“, so ein Testesser. Zwischen den Menü-Gängen hat das Publikum beim Badriazzo am Samstag, 10. Januar, wie gewohnt Gelegenheit zum Tanz. Zum Bühnenprogramm gehört der Auftritt der Stadtgarde, der etwas vorverlegt wird. Durch den Abend führt Harald Petermann als Moderator, ihm zur Seite steht Sabina („Bina“) Sinzinger, ehemalige Hofmarschallin der Garde. Sie wird Petermann im nächsten Jahr ganz ablösen. Man kann aber sicher sein: Der Badriazzo bleibt ein Bestandteil des Wasserburger Festkalenders. Karten gibt es bei der Touristinfo (Telefon 08071/105-22, www.wasserburg.de/ticketshop). Der Preis beträgt 79 Euro. Beginn ist um 18 Uhr, Flanierkarten sind ab 22 Uhr erhältlich. Fotos / Text Weithofer

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