Lengmoos – Als echter Lengmooser ist der „Schmied Barth“ im Ort eine Institution, und wie der im Ort geläufige Name verrät, ist er ein Sohn des Schmieds z‘Lengmoos, wo er am 18. November 1940 zur Welt kam und zusammen mit seinem Bruder Bepp und seiner Schwester Anni aufwuchs. Dort besuchte er auch die Volksschule und absolvierte anschließend die Kaufmännische Berufsschule in Wasserburg und später dann die Landwirtschaftsschule. Nach dem Tod des Vaters 1967 übernahm Bartholomäus Zenz 1968 die Landwirtschaft und den örtlichen Gemischtwarenladen. Im gleichen Jahr heiratete Zenz seine Frau Rosemarie, die nunmehr seit 57 Jahren das Geschäft betreut, das sein Angebot auf Lebensmittel reduzierte.
Auf die Landwirtschaft konzentriert
Anfangs half noch die Mutter mit, die aber bereits 1970 verstarb. Barth konnte sich so auf die Landwirtschaft konzentrieren und führte mehrmals Stallumbauten durch. Besondere Freude macht ihm nach wie vor die Arbeit im Wald. Nebenbei war er als Lkw-Aushilfsfahrer bei der benachbarten Landtechnik Zenz tätig. Von seiner 1970 geborenen Tochter Petra und dem Sohn Christian hat er vier Enkel und sogar den ersten Urenkel, berichtet der Jubilar stolz. In den 90er-Jahren wurde die Landwirtschaft aufgegeben, ein Teil des Gebäudes zu Wohnungen ausgebaut und im Gewölbestall ein Getränkemarkt eröffnet, den Zenz nach wie vor betreibt und von dem aus auch das Lengmooser Dorfhaus von ihm mit Getränken versorgt wird. Ohnehin hat sich Barth Zenz über rekordverdächtige Zeiträume aktiv in das Dorfleben eingebracht. So ist er seit 65 Jahren Mitglied des Schützenvereins, 40 Jahre davon als Kassenwart, und seit 60 Jahren im Kirchenchor. Immerhin 20 Jahre war er als Kassier für den Wasserverband aktiv. Was ihn auch in fortgeschrittenerem Alter so fit hält? „Ich fahr mit meiner Frau gern zum Wellnessen und in die Berge!“ Und natürlich der Wald nicht zu vergessen – aus dem kam er auch gerade heim zum Gespräch mit der Zeitung.fug