Hebesätze bleiben unverändert

von Redaktion

Gemeinderat Maitenbeth verschiebt Revision um ein Jahr

Maitenbeth – Die Grundsteuer bleibt in Maitenbeth mit ihren Hebesätzen von jeweils 320 Prozent gleich. Darauf einigte sich nach kurzer Diskussion der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Für einige der Zuhörer war das Ergebnis jedoch enttäuschend.

Vor einem Jahr fasste der Gemeinderat den Beschluss, das tatsächliche Aufkommen der Grundsteuer nach deren Reform abzuwarten und dann wieder neu zu bewerten. Die vorliegenden Zahlen sind aber jetzt vom Gemeinderat als unzureichend bewertet worden, da bei den landwirtschaftlichen Gebäuden knapp 20 Prozent der Anwesen fehlen und bei den Wohngebäuden fünf Prozent. Die Gründe dafür, so erklärte Bürgermeister Thomas Stark (Bürgerliste), könne man nur vermuten, denn das sei Sache des Finanzamtes. Am wahrscheinlichsten seien entweder Widersprüche zur veranlagten Messzahl oder die Erklärung der Grundbesitzer liege der Behörde schlicht nicht vor. Für eine Entscheidung war das für Rätin Julia Blätz (Bürgerliste) „eine hohe Zahl“ und auch Zweiter Bürgermeister Thomas Köpernik (Bürgerliste) schlug vor, noch „ein Jahr zu warten.“ Der Beschluss dazu fiel einstimmig. Während die Besucher der Sitzung auf eine Senkung der Hebesätze hofften, sieht der Bürgermeister dafür auf Nachfrage absehbar keine Möglichkeit: Bei der Reform habe es sich die Regierung leicht gemacht und eine aufkommensneutrale Berechnung in Aussicht gestellt. Und weiter: „Wir sparen Jahre für die Sanierung von Straßen, wo soll das Geld denn herkommen?“ Diese Steuern zählen zu den wenigen Einnahmemöglichkeiten einer Gemeinde. Zudem könne man nicht frei darüber verfügen, ein Teil davon wandere bereits wieder in die Kreisumlage.kg

Artikel 1 von 11