„Komplexe und sich über Jahre hinziehende Maßnahme“

von Redaktion

Parkhaus-Sanierung in der Überfuhrstraße ist aufwendiger als erwartet

Wasserburg – Eine „komplexe und sich über viele Jahre hinziehende Maßnahme“. Mit diesen Worten formulierte es Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann am vergangenen Donnerstagabend in Bezug auf die aktuell laufenden Arbeiten in der Überfuhrstraße.

Sie informierte die Räte in ihrer Stadtratssitzung über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten an dem in die Jahre gekommenen Parkhaus – und musste einräumen, dass eine Parkhausinstandsetzung immer mit „unangenehmen Überraschungen“ verbunden ist.

Und die sind auf den ersten Blick gar nicht ersichtlich, sondern kristallisieren sich nicht selten erst im Verlauf der Arbeiten heraus. So wie die Stützpfeiler im Keller des Parkhauses, die in einem deutlich schlechteren Zustand waren als ursprünglich angenommen. Auch die Sanierung des Gussasphalts gestaltete sich aufwendiger als gedacht.

Erkenntnisse, die letztlich zu einer gewissen Kostensteigerung führen. Beauftragte Nachträge schlugen mit rund 325.000 Euro zu Buche, erläuterte Herrmann den gegenwärtigen Finanzierungsstand. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf circa 2,8 Millionen Euro. „Im Untergeschoss war die Lage bislang am schlechtesten. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass wir im Erdgeschoss mit ähnlichen Summen rechnen müssen. Dennoch werden sicher noch einige Überraschungen auf uns zukommen. Noch wissen wir nicht, in welcher Höhe“, mutmaßt die Stadtbaumeisterin. „Wird eine solche Sanierung angepackt, können die Kosten rasch nach oben schnellen“, erklärte Herrmann nüchtern. Eine Abnutzung erfolgt unter anderem verstärkt durch Streusalz, Abgase und Dreck. Der Unterhalt für die Wasserburger Parkhäuser wird unter anderem mit den vor mittlerweile sechs Jahren eingeführten Parkhausgebühren finanziert.

Das Parkhaus an der Überfuhrstraße gibt es seit 1988. Auf vier Etagen bietet es Platz für rund 290 Fahrzeuge. Pro Etage dauert die Sanierung rund 20 Wochen. Noch sind die Arbeiten in vollem Gange. Die Stadt informiert die Nutzer gesondert darüber, mit welchen Einschränkungen sie in den nächsten Wochen und Monaten rechnen und worauf sie achten müssen. Marina Birkhof

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