Reitmehring – 52 Gärtnerinnen und Gärtner konnte der Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Reitmehring zur Herbstversammlung begrüßen. Ein besonderer Gruß galt den anwesenden Stadträten Sepp Baumann, Armin Sinzinger, Norbert Bourtesch und Dr. Hermann Budenhofer.
Jürgen Scheller gab einen kurzen Fotorückblick über die beiden Vereinsausflüge zum Obersalzberg/Hintersee und zur österreichischen Landesgartenschau nach Schärding, ebenso vom Sommerfest zusammen mit dem Bund Naturschutz am Staudhamer See im Juli.
Zusammen mit dem Kreisobmann Rainer Steidle übergab Jürgen Scheller die silberne Ehrennadel mit einem Blumengruß für die 25-jährige Mitgliedschaft an Gabriele Lux sowie Renate Süßmaier. Brigitte Pohl erhält diese noch in Abwesenheit sowie Ursula Denkschmid für 40 Jahre Mitgliedschaft.
Dank galt Hanni Schmid für ihren Einsatz beim Reitmehringer Schulgartenprojekt. Hier wird den 3. und 4. Klassen der Umgang mit der Natur nahegebracht. Einen Vortrag mit vielen Fotobeispielen zum Thema „Lebensraum Garten“ hielt im Anschluss Rainer Steidle. In den vergangenen 25 Jahren hat sich auch die Gartenkultur verändert, der Gemüseanbau erfolgt überwiegend biologisch, die moderne technische Ausstattung erleichtert die Gartenarbeit. Kinder halten sich immer weniger in der freien Natur auf, man kann sich aber auch im Hausgarten einen Wohnraum für Vögel, Tiere und Insekten schaffen. Laubhaufen dienen als Unterschlupf für Igel, Totholzstapel sind Orte der Winterruhe für viele Insekten und Kleintiere. Spannend ist das Beobachten von Vögeln an einer Futterstelle, von Schnecken und Käfern auf Gräsern und Pflanzen, das Wachstum von Blumen und Gemüse. Ein moderner Hausgarten ist pflegeleicht, wird biologisch bewirtschaftet, das Gemüse schmeckt besser. Er dient dem Aufenthalt im Freien und kann Generationen verbinden. Es gibt eine Million Hektar Hausgärten in Deutschland. Bodenpflege und Humusaufbau sind aktiver Klimaschutz, humoser Boden speichert mehr Wasser (bis zu 500 Liter pro Quadratmeter).