Griesstätt – Seit 2017 ist Bürgermeister Robert Aßmus nun im Amt. Als parteifreier Kandidat war er 2020 erneut angetreten und leitet seither die Geschicke der Gemeinde Griesstätt. Für die Kommunalwahlen im März 2026 steht er aber nun nicht mehr zur Verfügung. 24 Jahre aktive Kommunalpolitik seien genug, meint er, denn seit 2002 sei er im Gemeinderat, 2014 bis 2017 habe er als Zweiter Bürgermeister gewirkt.
Jetzt freut er sich schon auf den kommenden Ruhestand. Als Bürgermeister hatte Aßmus vor allem stets das Wohl der gesamten Gemeinde im Blick. So war sein Motto schon immer: „Ich lebe es, ein Griesstätter Bürger zu sein.“
Beseelt war er stets vom Willen, zum Wohle aller Gemeindebürger für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde zu sorgen. Trotz gesundheitlicher Rückschläge gab er diese Absicht nicht auf und widmete sich mit viel Herzblut unermüdlich zusammen mit seiner Verwaltung und dem Gemeinderat den vielfältigen Aufgaben und der Weiterentwicklung der Kommune. Denn jeder Stillstand sei eigentlich ein Rückschritt, so sein Credo.
So fielen wichtige Beschlüsse in seine Amtszeit. Die Ankäufe des Roth-Anwesens in unmittelbarer Nachbarschaft des Rathauses und des Sparkassen-Gebäudes führt Aßmus unter anderem als Erfolge an. Diverse Pflichtaufgaben seien erfolgreich abgewickelt worden, auch der Straßenbau sei nicht zu kurz gekommen, das Gewerbegebiet am Klosterfeld habe erfolgreich bebaut werden können. Vor allem aber der Breitbandausbau in der gesamten Gemeinde in drei Abschnitten fällt in seine Amtszeit. Dass diese örtliche Glasfaser-Infrastruktur, bei der jedes Gebäude in der Gemeinde einen kostenlosen Glasfaseranschluss erhalten hat, im Besitz der Gemeinde sei, freut den scheidenden Bürgermeister besonders. Aber auch die Murnbrücke sei endlich fertiggestellt worden, so Aßmus, und das trotz diverser Hindernisse und vergeblicher Zuschussverhandlungen.
Mit 65 sei es nach 50 Jahren aktiven Wirkens in Vereinen und Gemeinderat nun aber an der Zeit, das Zepter in jüngere Hände zu übergeben. Wer auch immer im nächsten Frühjahr die Geschicke der Kommune übernehme, die Gemeinde stehe mit gesunder Infrastruktur gut da, auch wenn es wie in vielen anderen Gemeinden ebenfalls Finanzprobleme zu bewältigen gelte. Dazu stehe weiter eine komplette, erfahrene und gut aufgestellte Verwaltung zur Verfügung.
Diese habe ihn in den vergangenen Jahren nach Kräften unterstützt und im gemeinsamen Gespräch habe man immer eine Lösung für Probleme gefunden. Für seinen Nachfolger hat er auch jetzt schon einen Wunsch parat. Wie er selbst möge der doch über den berühmten Tellerrand hinausschauen und auch die kommenden Generationen bei Entscheidungen im Blick behalten.
Vermissen wird Aßmus allerdings nach Beendigung seiner Amtszeit die Möglichkeit, Paare zu trauen. Das hätte ihm jedes Mal richtig Spaß gemacht. Dass es ihm langweilig wird, steht nicht zu befürchten, nach den Kommunalwahlen will er aber jedenfalls erst mal etwas verschnaufen.