Haag – Die Haager „Rafter“ resümierten zur Generalversammlung im Unertl-Bräustüberl einen gelungenen Vereinsausflug nach Slowenien. Nächstes Jahr wollen sie die Boote zu einer Passivfahrt ins Wasser lassen.
Stellvertretender Vorsitzender Albert Lipp leitete für den erkrankten Peter Depta die Versammlung, freute sich über das zahlreiche Erscheinen der Mitglieder zur Versammlung und sprach seinen Dank an Sponsor Alois Unertl aus. Im Mittelpunkt des ablaufenden Jahres stand nach Albert Lipp der Ausflug nach Slowenien, der sehr gut angekommen sei und im nächsten Jahr wiederholt werden soll.
Jeden Samstag
Volleyball
Eine Debatte löste der Vorschlag aus, die einst beliebten Passivfahrten wieder aufleben zu lassen. Es kamen keine Zweifel über die Durchführung auf, aber über den Fluss, ob Tiroler Ache oder Isar. Die Boote, stellte Zeugwart Gerhard Lindl fest, seien startklar. Rainer Langenfeld bestätigte die Buchführung von Kassier Hebert Göller, der bei den Ausgaben für den Rafting-Club das Bootshaus als größten Posten nannte. Zum Training in die Turnhalle lud Sepp Herzog: „Wir spielen jeden Samstag Volleyball.“ Als in den 80er-Jahren der allgemeine Trend zum Raftingsport aufkeimte, hatten auch die Haager 1988 ihren Verein gegründet und mit erstaunlicher Schnelle zum Erfolg geführt. Im Jahr 1992 gewannen sie die internationale österreichische Staatsmeisterschaft und den fünften Grand Prix Raft Deutschland. Das Haager Einserboot hatte 20 Sekunden Vorsprung vor den favorisierten Österreichern vom Heeressportverband Schwaz herausgepaddelt. Haager Raftführer war Peter Jakuschak im Boot mit Werner Pointvogl, Peter Schreiner, Peter Depta, Robert Langenfeld und Kurt Deliano.
Bald aber ergaben sich Probleme für den Raftingsport, da Österreich seine Wildwasser dafür sperrte. Die Haager hatten weite Anfahrten ins ehemalige Jugoslawien, um ihren Aktivitäten nachzugehen und ideale Trainingsbedingungen vorzufinden, die es auf bayerischen Gewässern so nicht gibt. Teurer wurden dann auch die neuen speziellen Boote. Pfeiler der Aktivitäten bildeten doch stets das Einpaddeln, die Fahrten zum Kinderferienprogramm und für die Passiven. 2011 kamen Seniorenfahrt und Schnupperpaddeln dazu.
Schon 2010
Nachwuchssorgen
Schon 2010 plagte die Haager Rafter, wie viele andere Vereine auch, die Nachwuchsfrage. Man warb damit: „Zwei große Boote, fachmännische Anweisung und die komplette Ausrüstung stehen für paddelfreudige junge Menschen ab sofort zur Verfügung. Interessenten brauchen bloß zu den regelmäßigen Stammtischterminen donnerstags ab 20 Uhr im ‚Weißbräu‘ vorbeischauen.“ Das Angebot gilt heute noch, doch die Jugend heute scheint nicht so paddelfreudig wie die Haager Rafting-Pioniere der 80er-Jahre.