Wasserburg – Der Wachwechsel an der Spitze des TSV 1880 Wasserburg ist vollzogen: Einstimmig wurde Daniel Maurer, bisher Leiter der Tennisabteilung, bei der Delegiertenversammlung des Vereins in der Badria-Halle von den gut 60 Teilnehmern zum neuen Vorsitzenden gewählt.
Zusätzlicher
Fußballplatz geplant
Nach vier Jahren gab Bastian Wernthaler sein Amt als Vereinschef ab, er tritt als Kandidat bei der Bürgermeisterwahl am 8. März an.
Die Versammlung, die ausgesprochen harmonisch verlief, wurde von Werner Gartner geleitet, dem Zweiten Bürgermeister. In seinem Grußwort betonte er die Bereitschaft der Stadt, beste Voraussetzungen für den Sportbetrieb zu schaffen, und er berichtete über Pläne für einen zusätzlichen Fußballplatz. „Das Ganze dauert aber noch ein bisschen.“
Positive
Bilanz zum Abschied
In seiner Abschiedsrede wies Wernthaler auf Erfolge der Vereinsführung hin, vor allem in finanzieller Hinsicht: „Da stehen wir sehr solide und gesund da.“ Es habe sich gezeigt, dass der Vorstand zusammengewachsen sei. Er nannte zudem die Höhepunkte des Vereins in diesem Jahr – etwa die „tollen“ Auftritte der Stadtgarde oder die Einweihung des zusätzlichen Trainingsplatzes in Attel.
Lobend erwähnte Wernthaler zudem das erstmalige Engagement des TSV bei der Organisation des Nachtflohmarktes im August: „Eine gigantische Aufgabe.“ Und er gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich Daniel Maurer als Vorsitzender und Christopher Splinter als neuer Finanzverwalter – er rückt für Thomas Neuner nach – dem Verein zur Verfügung gestellt hätten: „Ich bin unheimlich froh darüber.“
Mit Blick auf Herausforderungen während seiner Amtszeit nannte Wernthaler die Corona-Pandemie. „Die hat uns im ersten Jahr sehr beschäftigt. Ich bin unheimlich froh, dass wir da durchgekommen sind.“ Überall in Deutschland seien in den Sportvereinen die Mitgliederzahlen zurückgegangen, aber in Wasserburg habe es fast keine Austritte gegeben. Das zeige, wie groß die Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Verein sei.
Große Fortschritte habe es auch bei der Digitalisierung der Vereinsarbeit gegeben, Stichwort Homepage. Zudem sei die Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich forciert worden. Und zahlreiche Veranstaltungen, so das Stabhochspringen in der Altstadt, hätten große Beachtung gefunden. Insgesamt präsentierte Wernthaler eine Bilanz, die die Delegierten mit viel Beifall bedachten. In seiner Vorstellungsrede skizzierte Maurer seine Gefühlslage, nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr Gefallen an dem Gedanken gefunden zu haben, Wernthalers Nachfolger zu werden. „Und jetzt steh ich da.“ Er unterstrich bei der Auflistung seiner Pläne, sich für einen weiteren Fußballplatz einzusetzen, auch für eine Wurfanlage, die die Rasenkraftsportler brauchen würden, und für eine Tennishalle. Vor allem sicherte er Kontinuität bei der Vereinsführung zu.
Gegenüber unserer Zeitung hatte sich der 42-Jährige im Sommer als „eher entspannten Typ“ bezeichnet, er finde Herausforderungen gut, „die er noch nicht kenne“. Ohnehin müsse er nicht alles alleine machen; der Verein sei intern gut aufgestellt, „sehr stabil“. Es sei Wernthaler zu verdanken, dass sich der TSV in ruhigerem Fahrwasser befinde.
Kontinuität in der
Führungsriege
Bei den Vorstandswahlen wurde der Zweite Vorsitzende Norbert Lambacher in seinem Amt bestätigt, Andrea Falk bleibt Dritte Vorsitzende.
Für den ausscheidenden Finanzverwalter Thomas Neuner rückt der Jurist Christopher Splinter aus Eiselfing in die Führungsriege des Vereins. Lisa Stürmlinger behält ihre Aufgabe als Hauptschriftführerin, Heidi Maier und Petra Lerch bleiben Kassenprüferinnen.