Griesstätt – Noch nicht gänzlich abgeschlossen ist das kommunale Haushaltsjahr. So spiegelten die von Kämmerer Josef Furtner gelieferten Daten bei der diesjährigen Bürgerversammlung im Wesentlichen eine Zusammenschau von Planung und derzeitigem Istzustand wider. Das vorgetragene Zahlenwerk gab jedenfalls einen umfassenden Überblick über die gegenwärtigen und künftigen Vorhaben und Möglichkeiten der Kommune.
11.675.890 Euro habe der gesamte Haushalt 2024 als Ergebnis gehabt, so Furtner. Für 2025 sei angesichts der Haushaltslage nur mehr ein Gesamtvolumen von 10.100.00 Euro angesetzt worden. Davon entfielen 8,6 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt, 1,5 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt, 2024 seien hier noch 3,2 Millionenverbucht worden.
Als die größten zu erwartenden Veränderungen im laufenden Betrieb führte Furtner bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt ausstehende geschätzte 1.045.000 Euro an, 600.000 Euro würden dem auf der Einnahmenseite gegenüberstehen. Dem Vermögenshaushalt könnten derzeit geschätzt 730.000 Euro zugeführt werden. Ansonsten legte Furtner eine ausführliche Übersicht über den Stand derzeitiger Förderprogramme im Bereich Baumaßnahmen, Energieeinsparung und Sicherheit vor, ebenso eine detaillierte Rücklagenübersicht. Der Schuldenstand verringert sich demnach im Vergleich zum Vorjahr um etwa 250.000 Euro auf 3.590.290 Euro. Für die vergangenen zehn Jahre errechnete der Kämmerer insgesamt aber einen Vermögenszuwachs der Gemeinde von 8.963.073 Euro, 5.648.776 Euro seien davon Zuwendungen gewesen.
In seiner Vorausschau verwies Furtner unter anderem noch auf die Durchführung der Globalkalkulation der Abwassergebühren und die neue Satzung, die diverse Mehrausgaben für die Haushalte ab 2026 vorsieht (siehe OVB vom 24. November). Als Begründung für die Erhöhung der Sätze führte er erhöhte Betriebskosten durch Inflation und gestiegene Energiepreise an. Im Zusammenhang mit dieser Anpassung und der Neuregelung der Grundsteuer bat er die Anwesenden noch, auf die Anpassung von Daueraufträgen sowie korrekte Angaben bei Überweisungen zu achten. Bei Problemen solle man sich rechtzeitig an die Verwaltung wenden. Vieles könne man oft bereinigen, wenn zum Beispiel bei finanziellen Problemen frühzeitig ein Gespräch stattfände. kr