Christkindlmarkt ein Besuchermagnet

von Redaktion

Einzelhandel in der Vorweihnachtszeit – Weihnachtskäufe von Wasserburg bis Mühldorf

Wasserburg/Altötting/ Mühldorf – Aus Wasserburg gibt es zum gegenwärtigen Stand noch keine Rückmeldungen seitens des Einzelhandels an den Wirtschaftsförderungsverband (WFV), wie Anna Schmaderer erklärt. Der jüngste verkaufsoffene Sonntag im November sei gut angenommen worden und ausreichend besucht gewesen. Noch sei es jedoch zu früh, um abzuschätzen, wie sich die Einkaufslage im Advent in der Innstadt darstellt.

Kein Durchkommen
zu Stoßzeiten

„Die Standlbesitzer auf dem Christkindlmarkt können nach dem ersten Adventswochenende jedenfalls nicht klagen, der Wasserburger Wintertraum wird bislang gern von Leuten aus nah und fern besucht. Je nach Stoßzeiten gab es am ersten Wochenende des Christkindlmarkts teilweise kaum ein Durchkommen durch die Altstadtgassen“, schließt Schmaderer ihre Ausführungen.

Ähnlich verhält es sich in Altötting, wie eine Nachfrage beim Altöttinger Wirtschaftsverband ergibt. Auch hier könne das Konsumverhalten der Menschen erst nach der Weihnachtszeit ausführlich analysiert werden.

Essenziell
für Einzelhändler

Fakt ist: Der Christkindlmarkt in Altötting sei ebenso ein Besuchermagnet. Ob‘s an den derzeit winterlichen Temperaturen liegt, steht wohl in den (Weihnachts)-Sternen.

Die Weihnachtszeit ist und bleibt essenziell im Leben eines Einzelhändlers. Diese Aussage kann Christian Göttlinger auch in diesem Jahr ohne zu zögern bestätigen. Er ist nicht nur Inhaber eines seit Generationen bestehenden Lederwarengeschäfts in Neumarkt-St.Veit, sondern auch Vorsitzender des Bayerischen Einzelhandelsverbands im Raum Mühldorf. Er weiß: Das Konsumverhalten der Menschen bewegt sich auf dem Niveau vom Vorjahr und passt sich so an die Entwicklung der letzten Jahre an.

Nach der Corona-Pandemie ging‘s zunächst aufwärts – trotz Inflation und Energie-Krise. Der Sparkurs vieler Konsumenten allerdings sei auch 2025 spürbar.

„Wir erwarten keinen neuen Rekord, was die Umsätze betrifft“, prophezeit Göttlinger. „Letztes Jahr wurde schon gespart, heuer ist es ähnlich. Im Großen und Ganzen bewegt sich das Weihnachtsgeschäft aktuell auf einem normalen Maß, mit dem wir zufrieden sein können. Aber wir wollen den Tag noch nicht vor dem Abend loben, schließlich stehen wir am Anfang im Advent. Die wichtigste Zeit kommt erst noch“, blickt Göttlinger den kommenden drei Dezemberwochen optimistisch entgegen.

Der Onlinehandel indes stelle für den Einzelhandel im Raum Mühldorf keine größere Bedrohung mehr dar: „Der hat seinen Platz gefunden und den kennt jeder, vom Jugendlichen bis zum Senior. Online-Shoppen ist seit Jahren etabliert. Viele Einzelhändler, wir ebenso, arbeiten zusätzlich zum Tagesgeschäft mit einem Online-Shop.“

Kleinere
Überraschungen beliebt

„Heuer schenken wir uns nichts!“ Diesen Satz hört Göttlinger aktuell des Öfteren – und doch zieht es die Leute immer wieder in die Geschäfte, gerade in der Vorweihnachtszeit. Ob stöbern, sich inspirieren oder nur treiben lassen und flanieren – hier besitzt der Zauber der Weihnacht dann doch seinen ganz eigenen, besonderen Flair. Der Trend gehe zu kleineren Überraschungen im unteren Konsumbereich zwischen 50 und 100 Euro. „Diese Entwicklung beobachten wir schon seit Längerem“, erklärt Göttlinger. „Größere Geschenke werden zumeist gemeinsam erworben oder abgesprochen – ebenso wie reine Geldgeschenke.“

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