Ullrich Gaigl tritt wieder an

von Redaktion

St. Wolfgangs Bürgermeister hofft auf dritte Amtszeit – Keine weiteren Bewerber

St. Wolfgang – Ullrich Gaigl aus St. Wolfgang ist entschlossen Bürgermeister zu bleiben. Die Chancen für eine dritte Amtszeit stehen gut, denn einerseits ist die Liste der geplanten, begonnenen und abgeschlossen Projekte lang und andererseits ist bisher kein weiterer Bewerber bekannt.

Ihm kommen gefragte Eigenschaften für das Amt zugute, nämlich schon fast mit Freude Probleme anzugehen und im Idealfall möglichst pragmatisch zu lösen. Diese zupackende Art habe er sich in seiner Vor-Bürgermeister-Zeit als Maurermeister erworben und in seiner zwölfjährigen Zeit als Bürgermeister beibehalten, erklärt er.

Ehrlichkeit und
Gerechtigkeitssinn

In dieser Zeit der Selbstständigkeit habe er viele unterschiedliche Erfahrungen gesammelt, darunter Ziele möglichst zügig, kostengünstig und in einem menschlichen Miteinander zu erreichen. Einige Werte, bekennt der verheiratete 53-jährige Familienvater von zwei Kindern im Alter von 17 und 20 Jahren, seien ihm sehr wichtig. Darunter vor allem Ehrlichkeit, ein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn, gepaart mit Hilfsbereitschaft. Diese soziale Ader präge ihn bereits seit seiner Kindheit mit seinen fünf Geschwistern, dies sei für ihn offenbar auch der Grund, warum sich heute noch alle gut verstehen. Die Arbeit im Amt nehme beständig zu, dabei spiele neben den behördlichen Vorgaben auch das gestiegene Anspruchsdenken eine Rolle, ist seine Beobachtung. Zugute komme ihm dabei, dass er gerne früh aufstehe und noch oft an seinen alten Grundsatz als Maurermeister denke: „Was vor der Brotzeit nicht erledigt ist, holst du den ganzen Tag nicht mehr rein.“

Was liegt aktuell an? Die Vergrößerung der Räume für die Mittagsbetreuung, der Neubau des Feuerwehrhauses, die Erneuerung der wasserrechtlichen Erlaubnis für Baugebiete, die Betreuung der Flüchtlinge, eine neue Heimat für Vereine in Armstorf, da der Wirt altersbedingt schließt, ein neues Baugebiets mit 46 Parzellen und anderes mehr.

Besonders gefallen ihm die neu gestaltete Ortsmitte von Lappach und der fertig- gestellte Spiel- und Bolzplatz in Schönbrunn. Denn das seien Orte, an denen Menschen zusammenkommen und gerade in der schnelllebigen Zeit immer wichtiger.

Die Vielseitigkeit und die abwechslungsreiche Tätigkeit als Bürgermeister reize Ullrich Gaigl immer wieder, denn kein Tag sei wie der andere und vieles sei unvorhersehbar. Er könne in diesem Amt nicht alles wissen, helfe sich aber mit der Kenntnis dazu, wo Hilfe zu finden sei. Und: Bei nicht wenigen Entscheidungen könne er sich, aufgrund seiner gesammelten Erfahrungen der letzten zwölf Jahre als Bürgermeister, meist auf sein „Bauchgefühl“ verlassen.

Sehr liegen ihm Gespräche mit den Menschen am Herzen, er versuche stets zu helfen, sei auch „nicht nachtragend“, will aber trotzdem nicht als „Sozialträumer“ gelten. Man müsse „nicht immer derselben Meinung sein“, wichtig sei vielmehr, gemeinsam einen von beiden Seiten tragbaren Kompromiss zu finden und ihm sei klar, dass vieles einfach Zeit in Anspruch nehme.

Zu seinen liebsten Tätigkeiten zählen Trauungen, zu denen er sich gerne etwas Persönliches einfallen lässt. So zum Beispiel das gemeinsame Segnen der Ringe durch alle Hochzeitsgäste oder die Möglichkeit eines persönlichen Eheversprechens.

Kräfte tanken beim
Campen mit der Familie

In seiner Freizeit fährt Ullrich Gaigl gerne mit Bulldog und Häcksler, liest Krimis und kocht leidenschaftlich gerne traditionelle bayerische Gerichte. Kleine Auszeiten sind wichtig, um Ressourcen aufzufüllen und Kräfte zu tanken, etwa beim Campen mit der Familie. Mit der Zukunft verbindet er Zuversicht und möchte auch weiterhin Verantwortung für die Gemeinde übernehmen.

Artikel 9 von 11