Gestiegene Lohnkosten und Personalsorgen

von Redaktion

Verwaltungsgemeinschaft Reichertsheim/Kirchdorf beschließt Haushalt – Rücklage auf Mindeststand

Reichertsheim/Kirchdorf – Die Verwaltungsgemeinschaft Reichertsheim hat ihren Haushalt für das kommende Jahr in der gemeinsamen Sitzung beschlossen. Der frühe Zeitpunkt sei erforderlich, da die Gemeinden Reichertsheim und Kirchdorf ihren eigenen Haushalt darauf aufbauen würden, hieß es.

Umlagebeitrag ist um
fünf Prozent gestiegen

Kämmerin Doris Hauck präsentierte die Zahlen: Während der Verwaltungshaushalt 1,29 Millionen Euro erreicht, kommt der Vermögenshaushalt gerade einmal auf 5.000 Euro, berichtete sie. Diese Summe sei für die EDV-Ausstattung vorgesehen.

Die gemeinsamen Verwaltungskosten würden der Einwohnerzahl entsprechend mit jeweils 376 Euro aufgeteilt. Der Umlagebetrag habe sich dabei im Vergleich zum Vorjahr um gut fünf Prozent erhöht. Für Kirchdorf seien das 504.000 Euro bei 1.340 Einwohnern, für Reichertsheim 647.000 Euro bei 1.719 Einwohnern. Die Rücklage erreiche gut 11.000 Euro und damit den gesetzlichen Mindeststand.

Eine Besonderheit sind die Auswirkungen der Turbulenzen innerhalb der Verwaltung in den Jahren 2022 und 2023, deren Auswirkungen nun überwunden scheinen, wie die Kämmerin berichtete.

Ein Fehlbetrag aus dem Vorjahr sei nur durch einen Kredit aufzufangen gewesen, das sei nun ausgeglichen worden, erklärte sie. VG-Vorsitzender Franz Stein (Reichertsheim Einigkeit Ramsau) sah im neuen Haushalt für 2026 keine Besonderheit, der sei „wie im Vorjahr“. Ein Grund für die Steigerung in der Umlage liege in den gestiegenen Lohnkosten.

Bei Ausfall muss das
Angebot reduziert werden

Zum Stellenplan machte Geschäftsleiter Holger Noll deutlich, dass „es keinen Puffer gibt“. Sollte jemand in der Verwaltung ausfallen, laufe das auf eine Reduzierung des Angebots, etwa bei den Öffnungszeiten des Bürgerbüros, hinaus. Es sei zu überlegen, weiter Personal zu suchen, doch das sei schwierig. Der Kirchdorfer Rat Josef Heindl regte an, selbst auszubilden, doch Geschäftsleiter Noll wehrte ab, denn das koste Zeit, die man nicht habe. Zudem erhalte man auf Ausschreibungen „kaum Bewerbungen“. Vorsitzender Stein hatte beobachtet, dass Aufrufe in den sozialen Medien „viele Bewerbungen bringen, die sind aber jenseits von Gut und Böse“. Eine bessere Qualität erziele man mit einer lokalen Begrenzung in den klassischen Medien, doch sei oft ein Hinderungsgrund, dass die freie Wirtschaft eben besser bezahle. Die Sicherheit der öffentlichen Verwaltung sei weniger gefragt.

Ein weiteres Thema sei es für die Finanzbuchhaltung, ein neues Computerprogramm zu finden, dieser Prozess verzögere sich. Doch habe man damit derzeit keine Eile.

Der Beschluss zum Haushalt fiel geschlossen mit jeweils drei Stimmen aus den beiden Gemeinden.

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