Keine Hoffnung für Radler und Fußgänger

von Redaktion

Königswarter Brücke bleibt reine Bahnüberführung – Keine Mehrheit für Wunschprojekt in Unterreit

Unterreit/Soyen/Gars – Dass es wohl nichts wird mit der Öffnung der Königswarter Brücke über den Inn für Radfahrer und Fußgänger, hatte sich in den vergangenen Jahren schon angedeutet. Trotzdem gaben Unterreit, Gars und Soyen nicht auf, gemeinsam unternahmen die Kommunen immer wieder Vorstöße, das Unmögliche doch noch möglich zu machen. Schließlich ist die Verbindung, ein Revisionsweg, schon da. Hier besteht jedoch Betretungsverbot.

Machbarkeitsstudie
zeigt Herausforderungen

Schon eine Machbarkeitsstudie, deren Ergebnisse im Sommer vorlagen, zeigte auf, dass es technisch ginge, das 268 Meter lange und 50 Meter hohe Bauwerk passierbar zu machen, finanziell aber eine Riesenherausforderung darstellt. 1,9 bis 2,1 Millionen Euro würde die Ertüchtigung des Weges unter der Brücke kosten. Fest steht: Die Südostbayernbahn beteiligt sich finanziell nicht. Gars, Unterreit und Soyen müssten es also alleine stemmen. Die Gemeinden begruben das Vorhaben trotzdem nicht. Die Hoffnung: eine öffentliche Förderung. Doch im Unterreiter Gemeinderat gab es diesbezüglich jetzt eine schlechte Nachricht. Bürgermeister Christian Seidl berichtete vom Ergebnis eines Gesprächs mehrerer regionaler Bürgermeister und Bauamtsmitarbeiter mit drei Vertretern der Bahn über die Möglichkeit der Öffnung der Königswarter Brücke für Fußgänger und Radfahrer. Problematisch sei eine lange Liste von kaum genauer absehbaren Errichtungs- und insbesondere Folgekosten (Wartung und Unterhalt).

Bei einer Vertragslaufzeit von nur zehn Jahren seien kaum Fördergelder zu bekommen, da diese in der Regel an eine 25-jährige Laufzeit der entsprechenden Projekte gebunden seien, berichtete er. Im Gremium herrschte angesichts dieser Aussagen allseits große Ernüchterung.

Angespannte Finanzlage
in den Gemeinden

Bei einer ohnehin angespannten Finanzlage in den meisten Gemeinden kam man in Unterreit nicht umhin, das Vorhaben „Öffnung der Königswarter Brücke“ nunmehr einstimmig zu beerdigen. Mit 14 zu eins Stimmen hatte im Vorfeld bereits der Garser Gemeinderat beschlossen, das Projekt vorerst nicht weiterzu- verfolgen.

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