Lebensfreude und Liebe zur Tradition

von Redaktion

Schäffler aus Wasserburg und Haag bekommen für die bevorstehende Saison ein eigenes Bier

Wasserburg/Haag – Die Bierprobe war erfolgreich, das Forstinger Helle traf den Geschmack: Nun kann die Saison für die Schäffler aus Wasserburg und Haag beginnen. Alle sieben Jahre zeigen sie ihre Tänze. 2026 ist es wieder so weit: Mit unterschiedlichen Tanzfiguren, Reifenschwingern, Fass und Oberkasperl drücken die Schäffler nach eigenen Angaben Lebensfreude aus sowie Zusammenhalt, Glück, Glaube, Hoffnung, Zukunft, Fruchtbarkeit, Wachstum und vor allem die Liebe zur Tradition. Dieses Jahr gibt es jedoch eine Besonderheit bei den Wasserburger und Haager Schäfflern: ein eigenes Bier.

Saison beginnt
am 6. Januar

Der Haager Schäfflermeister Sepp Herzog fasst die Entstehung des Bieres zusammen: Demnach habe es von einer verkaufstüchtigen, aber etwas entfernter ansässigen Brauerei eine Anfrage dazu gegeben. Die Idee sei gut, befanden die Haager, doch mehr lokaler Bezug sei wünschenswert. Die Anfrage bei einer Brauerei vor Ort habe die ehrliche Auskunft ergeben, dass ein massentauglicheres Bier dafür sinnvoller sei als ein Weißbier. Dies habe zur Kontaktaufnahme mit der Forstinger Brauerei geführt, die auf dem Haager Herbstfest eine beständige Größe sei. Ähnlich sehen es die Wasserburger Schäffler, die das Bier vom Frühlingsfest her kennen. Beide Schäfflergruppen stehen in Patenschaft zueinander, da fehlte nur noch ein pragmatisches „Das machen wir“ vom Geschäftsführer der Brauerei, Georg Lettl. Jetzt ist es also beschlossene Sache: Zur Schäfflersaison in Wasserburg und Haag gibt es ein Schäffler-Bier. Dafür gebe es allerdings kein extra Rezept, so Lettl, gebraut werde das normale Helle. Die Brauerei habe es jedoch mit einem besonderen Etikett versehen. Dieses zeigt einen Schäffler, gemalt vom bekannten Wasserburger Künstler Willy Reichert im Jahr 2019. „Fast schon zu schade, es dem Pfand zu überlassen“, finden die Schäffler.

Für die 63 Wasserburger Schäffler mit 31 Tänzern beginnt die Saison am 6. Januar vor dem Rathaus. Sie haben überwiegend an den Wochenenden mehr als 110 Auftritte vor sich und sind ausgebucht. Letzter Auftritt ist am Faschingsdienstag. Dabei wird der neue Schäfflermeister Josef Fürholzner nach Max Holbl eingeführt. Bei ihren Auftritten, verraten die Tänzer, freue man sich nicht allein über alkoholische Getränke, vielmehr über „alles, was warm hält“, da dürfe auch Tee oder Suppe dabei sein. Denn es gebe auch Tänzer, die gar keinen Alkohol mögen würden, räumen sie mit dem Vorurteil der Trinkfreudigkeit auf.

Die Haager, eine Gruppe von rund 30 Begeisterten, darunter 16 Tänzer, startet am 10. Januar vor dem Rathaus in die Saison. Die Tänzer haben in der kurzen Faschingszeit rund 170 Auftritte vor sich.

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