Nach der Bluttat von Burgkirchen: Wie Lydia Kreupl helfen will

von Redaktion

„Wir sind einfach nur schockiert“, sagt die Mutter von zwei Kindern, die die Kinder der getöteten Frau unterstützen will

Burgkirchen – „Als wir das Ganze mitbekommen haben, waren wir einfach nur schockiert“, erzählt Lydia Kreupl aus Burgkirchen im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. „Es ist unfassbar, dass solch eine grausame Tat fast direkt vor der eigenen Haustüre passiert.“ Die Rede ist von der Bluttat vom 3. Dezember, bei der eine 50-jährige Frau ums Leben kam.

„Wir gehen nach wie vor nicht von einem Zufallsopfer aus“, erklärte noch am 8. Dezember, Tag fünf nach der Tat, Dieter Katz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage. Der dringend Tatverdächtige soll der Ex-Lebensgefährte der Frau sein. Er sitzt seit Donnerstag, 4. Dezember, in Untersuchungshaft. Spezialkräfte hatten ihn am Donnerstag in den frühen Morgenstunden in seiner Wohnung in Burghausen festgenommen, wo die Polizei am darauffolgenden Tag hunderte Meter lange Blutspuren nachverfolgte. „Die Ermittlungen schreiten planmäßig voran“, zeigt sich das Präsidium aber durchaus zuversichtlich.

Lydia Kreupl berührt die Tat sehr. „Ich bin selbst Mutter und habe zwei Kinder. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schlimm das für die hinterbliebenen Kinder sein muss, die von einem auf den anderen Moment ihre Mama verloren haben“, erklärt sie und fügt an: „Deswegen habe ich mich dazu entschieden, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen, um ihnen wenigstens die finanziellen Sorgen etwas zu nehmen.“ Dabei zähle jeder Euro: „Wir haben innerhalb von zwei Tagen knapp über 1000 Euro gesammelt, was eine gigantische Summe ist. Ziel ist es einfach, so viel wie möglich zu sammeln, um die Kinder so gut es geht entlasten zu können“, fährt Kreupl fort. „Ich habe mich aber auch mit einigen negativen Kommentaren auseinandersetzen müssen, die meinten, dass das Geld in meine Tasche fließt. Das ist aber absoluter Unsinn.“ Die Burgkirchnerin hat sich nach eigenen Angaben bereits mit dem Jugendamt in Verbindung gesetzt: „Mir ist es einfach nur wichtig, dass das Geld auch dort hinkommt, wo es hin soll. Ich persönlich bin auch der Meinung, dass, wenn man in der eigenen Region helfen kann, dies auch tun sollte. Wir müssen in solchen Momenten zusammenhalten.“

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