Mit Spannung wurde wieder einmal die Ankunft der Laufener Grenzlandperchten zum schon traditionellen Krampus-Lauf in der Altstadt erwartet. Die 14 Läufer mit ihrem Tross aus Hexen und dem eigenen Service-Team, angeführt von Manfred Kral, sorgten bereits am Beginn ihres Zuges durch die bunt erleuchtete Eisbahn am Gries für entsprechende Aufmerksamkeit. Diese steigerte sich dann in der Postgasse, als, von viel Pyro und Rauchschwaden begleitet, die Maskenträger mit Schellen und Glocken – die größte darunter immerhin 25 Kilo schwer – lautstark einzogen. Zahlreiche Aktive der Feuerwehr sorgten dann auf dem Zugweg in Richtung Hofstatt und rund um das Rathaus dafür, dass in dem herrschenden Gedränge bei der Jagd nach den besten Erinnerungsbildern für ein Durchkommen gesorgt war. Es dauerte dann auch nicht lange, bis die Laufener Krampusse sich nicht mehr als geschlossene Gruppe, sondern eher als „Einzelkämpfer“ durch die Menge der Zuschauenden bewegten. Denn für jede Menge Selfies musste posiert werden, und auf der Strecke lockten auch Ablenkungen wie das Kinderkarussell, auf dem ein Krampus schon mal dem einzigen mitfahrenden Kind ein paar Runden Gesellschaft leistete. Kein Wunder also, dass auch die Läufer bei ihrem schweißtreibenden, weithin hörbaren Lauf trotz der teils ziemlich schweren Fellkostüme, Schellen und Masken ihren Spaß hatten und gerne für Fotos posierten. Auch die eine oder andere Süßigkeit wurde von den Hexen verteilt, sodass deutlich wurde, dass das Brauchtum keine Angst machen muss. Während des fast eineinhalb Stunden dauernden Umzuges bekamen so manche vorwitzigen Jugendlichen aber auch ein wenig die haarige Rute zu spüren. Abschließend sorgten beim Austreiben der bösen Geister und Dämonen die Krampusse mit ihrer Feuershow erneut für staunende Gesichter in der dicht gedrängten Zuschauermenge, bevor auf dem Markt wieder der Alltag Einzug hielt. Karlheinz Rieger