„Die stade Zeit gibt’s gar nimmer“

von Redaktion

Gut besuchter Adventshoagartn im Stadel Haager Hofcafé – Besinnlich und heiter

Haag – Feierlich und besinnlich haben Sänger, Bläser und Instrumentalisten den Adventshoagartn im Stadel des Hofcafés eingestimmt. Organisatorin Annemarie Golomb hat sich über einen vollen Saal gefreut und sagte: „Es sind mehr Leute gekommen, als ich gemeint habe.“

Das festliche Entree gaben die Kirchdorfer Bläser mit Josef Stiglmeier von der Empore. Die Instrumentalweisen und Lieder zur Stubenmusik ließen die „Eiselfinger“ mit Resi Schachner, die Muiner Dirndl aus Albaching, der Obertaufkirchner Dreigesang mit Zither, die Huad Musi mit der Ziach Moni und die Weinberg Musi aus Kirchloibersdorf erklingen. „Die stade Zeit gibt’s gar nimmer“, stellte Sprecher Josef Gill fest, beobachtete jedoch, dass draußen kein Vogel pfiff und „sogar der Mensch ned z’vui rausgeht“. Als Hirten stellten sich die „Obertaufkirchner“ auf und sangen: „Mei Liachtal im Laterndl brennt so fest wia a Sterndl.“ Josef Gill bezeichnete die Heilige Familie etwas despektierlich als „Maral und Sepp“, die sich auf die Reise von Nazareth nach Bethlehem begaben und es „mit Müh und größer Kraft haben grad no bis zum Stoi hin gschafft“. „Jetzt kommt die heilige Weihnachtszeit“, sang man weiter, bis nach zahlreichen Lesungen und Liedern der Andachtsjodler den Ausklang ankündigte. Zum Abschluss stimmte der Saal in das gemeinsame Lied „Kimmd sche hoamli de Nacht“ ein. Sprecher Josef Gill bedankte sich bei den Mitwirkenden und schickte die Besucher mit einem frommen Wunsch auf den Heimweg: „Pfiat enk Gott, ihr liaben Leit. Dank für des, wos ma ghört ham heit. Sollst dabei a selber wos gwinna, recht vui Freid im Herzen drinna. So wird’s warm und so wird’s weit für de heilige Zeit.“ xy

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