Wasserburg – Ilona Picha-Höberth schreibt gern über Geheimnisvolles. Dementsprechend bietet die Autorin, die von sich sagt, sie sei Geschichtenerzählerin, auch in ihrem neuen Buch „Wasserburg – mystisch und magisch“ schaurig-schöne Erzählungen, bei denen die Stadt am Inn als Kulisse dient. Von ihrem Ehemann Gerhard Höberth stammen die zahlreichen Zeichnungen, die kongenial auf 222 Seiten verteilt sind. Es ist mittlerweile Picha-Höberths 16. Buch, das im Wasserburger Verlag creAstro erschienen ist.
Inspiration aus der
Stadtgeschichte
„Ich baue die Stadtgeschichte in meine Texte ein“, sagt sie und leuchtet dabei spannende Gegebenheiten aus. „Manchmal hab ich auch geschichtliche Ereignisse mit eingebunden, aber alle Protagonisten, alle Gebäude hat es nie gegeben“, erklärt die Autorin.
Auf die Frage, was ihr den Anstoß für ihre unermüdliche Schreibarbeit gibt, bekennt sie: „Ich brauche eine Inspiration.“ Diese finde sie in Wasserburg. „Für mich ist das Buch eine Hommage an die Stadt.“ Noch gut könne sie sich an jenen Neujahrsmorgen vor 30 Jahren erinnern, an dem sie, eben erst angekommen, erste Eindrücke von ihrer neuen Heimat gesammelt habe. „Was kann sich da alles zugetragen haben?, so lautete damals ihre anfängliche Frage. Herausgekommen ist eine Sammlung von 17 Stücken an der Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasie, feinsäuberlich gewebt, wie sie sich ausdrückt. Wenn die Kapitel mit „Feenstaub“ oder „Hexenjagd“ überschrieben sind, weiß der Leser: Hier geht es um andere Wahrnehmungen, als wir sie sonst haben.
In einem anderen Kapitel verliert eine Person die Erinnerung und macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit. Oder es wird die Zeit nach einem „großen Krieg“ thematisiert und die damalige Stimmung der Menschen eingefangen. Glaubt die Autorin an übersinnliche Wahrnehmungen? „Eine Esoterikerin bin ich nicht. Aber die menschliche Psyche ist ein großes Feld.“