Bürgerspiel, Krankenhaus und Bahn

von Redaktion

Vor 25 Jahren Dauerthemen begleiteten Wasserburg durch das Jahr 2000

Wasserburg – Bürgerspiel, Badria, Kreiskrankenhaus und Bahn. Diese Dauerthemen beschäftigten die Wasserburger Bürgerschaft das ganze Jahr 2000 über. Aber es gab auch andere Schwerpunkte.

Im Januar blieb neben dem Ableben des langjährigen ärztlichen Direktors am Kreiskrankenhaus, Dr. Karl Meindl, besonders das Ergebnis der OVB-Weihnachtsspendenaktion in Höhe von 925.000 Mark in Erinnerung. Das Geld ging damals an die Stiftung Attl und diente unter anderem der Verbesserung der Wohnsituation. Im Februar wurde das Bürgerbüro eröffnet. Freuen konnten sich die Bürger über eine Rückerstattung von Müllgebühren und die Ankündigung niedrigerer Kanalgebühren.

20.000 Besucher beim Faschingszug waren im März rekordverdächtig. Ob es an den Zugbeiträgen zur Altstadtbahn und zum Badria-Ausbau gelegen hat, ist nicht überliefert.

Viel war dann im April los. Der Stadtrat entschied sich für den Ankauf des Ferstlhauses. Im Bezirksklinikum Gabersee wurde ein zwölf Millionen Mark teures neues Sicherheitsgebäude für psychisch kranke Straftäter eingeweiht. Zudem beschloss der Stadtrat endgültig den Ankauf der Bahnstrecke von Reitmehring in die Altstadt.

Der Mai begann mit der Grundsteinlegung für die Wohnanlage im Stadler- Garten. Die Firma Meggle nahm mit den Isar-Amper- Werken ein neues Kraftwerk in Reitmehring in Betrieb, Kostenpunkt 18,5 Millionen Mark. Die Diskussion über ein neues Altstadt-Verkehrskonzept begann, das nach Abschluss der Baumaßnahmen zur Parkhauserweiterung in Kraft treten sollte.

Im Juni wurde die aufwendige Begasungsaktion in der Attler Klosterkirche erfolgreich abgeschlossen. Sie war wegen Holzwurmbefalls nötig geworden. Ansonsten drehte sich das öffentliche Interesse in Wasserburg rund um das Bürgerspiel mit seinen verschiedenen Bühnen am Inndamm und in der Altstadt.

Große Ausgaben standen im Juli im Raum. Rund 36 Millionen Mark wurden in der Stiftung Attl in Wohnräume, Küche, Heizung und den Ausbau der Werkstätten investiert. Fünf Millionen kostete der Erweiterungsbau für 45 Gehörlose in Rottmoos und ebenfalls mit fünf Millionen sollte das Badria attraktiver gemacht werden.

Den August bestimmte die Diskussion über die geplante und zunächst im Stadtrat befürwortete Großtankstelle bei Rottmoos. Im September wurde dann die neue Kletterwand an der Realschule in Betrieb genommen, die vom Alpenverein und der Schule gemeinsam getragen wurde. Das Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der Altstadtbahn wurde vom Stadtrat im Oktober auf den Weg gebracht. Reitmehring wurde zur eigenen Pfarrkuratie. Der Neubau für den Altstadt-Kindergarten konnte eröffnet werden, ebenso das Kulturforum an der Salzburger Straße.

Im November wurde bekannt, dass Dr. Martin Geiger nach 26 Jahren im Amt nicht mehr als Bürgermeister kandidiert. Professor Dr. Jürgen Roder wurde als neuer Chefarzt der Chirurgie im Kreiskrankenhaus vorgestellt. Das Jahresgeschehen klang 2000 dann mit dem Beschluss des Stadtrates aus, ein Gutachten zur Sanierung der Badria-Technik in Auftrag zu geben, nachdem an den Planungen Kritik geäußert worden war. Karlheinz Rieger

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