Trend zum Urnengrab

von Redaktion

Gemeinderat Gars reagiert mit neuer Friedhofsordnung – Moderate Gebührenanhebung

Gars – Schon in früheren Sitzungen hatte der Gemeinderat von Gars mit der Beratung über verschiedene Formen der Urnenbestattung den Veränderungen im Bestattungswesen Rechnung getragen. Die entsprechenden Beschlüsse mussten folglich in die Friedhofsordnung einfließen, die man bei dieser Gelegenheit, angelehnt an ein Muster des Bayerischen Gemeindetags, einer umfassenden Revision unterzog.

Geschäftsleiterin Lieselotte Oberbauer aus dem Rathaus hob anhand einer vorbereiteten Vorlage die wesentlichen neuen Aspekte hervor, die zum Teil kurz besprochen wurden. Letztlich konnte das Gremium aber alle Regelungen nachvollziehen und nahm die Satzung in der neuen Form einstimmig an, sodass sie zum 1. Januar 2026 in Kraft treten kann. Erwähnenswerte Veränderungen sind die Festlegung von Öffnungszeiten (7 bis 18 Uhr im Winter und 7 bis 20 Uhr im Sommer sowie während der Gottesdienstzeiten) und die Ausweitung der Möglichkeiten bei der Urnenbestattung, zum Beispiel das Rosenurnenerdgrab in einem entsprechenden Beet sowie das anonyme oder auch halbanonyme Urnengrab. Beim halbanonymen Urnengrab wird der Name des Verstorbenen nicht direkt dort angebracht, sondern auf einer Tafel in der Nähe; Näheres muss aber noch festgelegt werden, hieß es im Gremium. Urnen könnten aber auch in Familiengräbern beigesetzt werden. Auch die Neufestsetzung der Friedhofsgebühren hatte man bis zum Erlass einer neuen Friedhofssatzung vertagt. Hier waren die neuen Bestattungsformen aufzunehmen und die Gebühren der Preisentwicklung anzupassen, sodass moderate Erhöhungen unumgänglich waren. Dabei wurde im Gemeinderat deutlich betont, dass es um die reine Kostendeckung, nicht etwa um das Generieren zusätzlicher Einnahmen gehe. Entsprechend schnell war man sich hier völlig einig.

Am Ende einer mehrstündigen Sitzung, in der es um viele wichtige Themen ging, dankte Bürgermeister Otter insbesondere Hildegard Brader für die wieder ausgezeichnete Organisation des gut besuchten Christkindlmarktes, aber auch den Gemeinderäten für die gute Zusammenarbeit und der Verwaltung für das Geleistete. „Mir hat es Spaß gemacht“, so Otters Fazit.

Formalie im Gemeinderat

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