Vorhang fällt bis zur nächsten Saison

von Redaktion

„Haager Bühne“ bringt „Banditnbagasch“achtmal zur Aufführung

Haag – Mit insgesamt acht Aufführungen schloss die „Haager Bühne“ das Herbsttheater. Der Vorhang im Bürgersaal fiel bis nächstes Jahr. „Wenn nichts dazwischenkommt, spielen wir nächstes Jahr wieder und freuen uns auf regen Besuch“, so Regisseurin Gabi Preuß.

Das Stück „Banditnbagasch“ habe „hohe Resonanz“ und „gute Stimmung“ gebracht. Unter die Besucher hatten sich auch Bewohner des Haager Bürgerheims St. Kunigund und Jugendliche der Behindertenwerkstatt Ramsau eingefunden. Drei neue Akteure brachte die Aufführung heuer auf die Bühne: Gabi Fellner, Eva Furch und Johannes Schußmüller. Für alle drei fand Regisseurin Gabi Preuß zum Abschluss lobende Worte: „Sie haben sich mit Bravour eingegliedert. Das war ein Glücksgriff für die ‚Haager Bühne‘.“ Ein Dank gelte den Sponsoren der örtlichen Banken und dem Landratsamt. Mit der Spende wolle man für künftige Aufführungen Kopfmikrofone anschaffen.

Damit steht die „Haager Bühne“ wieder auf soliden Füßen. Vor zwei Jahren noch hatte man Bedenken um „Nachwuchs und Verantwortliche“. 2023 hatte sich nach dreijähriger Pause der Vorhang für die „Haager Bühne“ im Bürgersaal zum „Quadratratschnschlamassl“ wieder gehoben. „Das Stück passte voll für Haag“, so Regisseurin Gabi Preuß. Für originelle Zwischenklänge in der Pause sorgt Ewald Wegerer mit der Drehorgel.

2022 hatte Vorsitzende Christl Fischer ihr Amt nach vier Jahren an Johanna Furch weitergegeben. 2017 war Bernd Rehbein Theaterchef. Mit einer Freilichtaufführung im Schlosshof plante er ein großes Ereignis. Das Stück hieß „Das Wirtshaus im Spessart“ und wurde mit Livemusik und Gesangseinlagen bereichert.

2016 feierte die „Haager Bühne“ im Hofcafé 25-jähriges Jubiläum. Wera Schlegel erinnerte an die Gründertage mit Erwin Kohl. Vorsitzender Bernd Rehbein ehrte verdiente Mitglieder. Die Gründung vor 25 Jahren und das erfolgreiche Weiterführen der „Haager Bühne“ gaben nach Bernd Rehbein den Mitgliedern einen berechtigten Grund zum Feiern.

Über „ein Vierteljahrhundert Theater in Haag“ resümierte Wera Schlegel. Unter Erwin Kohl habe man das Theater mutig mit dem klassischen Stück „Der zerbrochene Krug“ angegangen, um dann auf Stücke von Ludwig Thoma zu wechseln, die Vereinsgründung, Bühnenaufbau und Werbung zu organisieren.

Die „Laienschauspielgruppe“ hatte sich bei der Gründung zum Ziel gesetzt, die Kultur in Haag und die Jugendarbeit zu fördern. „Turbulente Einakter“ mit Robert Morawietz folgten. Dann inszenierte die „Haager Bühne“ ein Stück von Walter Glück. Schwer war es den Akteuren auf Haags Bühnenbrettern gefallen, ihren Namen zu definieren. Lange nannten sie sich Haags „Laienschauspieler“. Das bis heute größte Ereignis stemmte die „Haager Bühne“ mit dem Freilichttheater „Feinde ringsum“ von Rudolf Münch zum Grafschaftsjubiläum im Schlosshof. Regie führte Wera Schlegel, die Leitung hatte Erwin Kohl. Ein weiteres Freilichttheater war „Kuno Maier“ mit dem Schimmelritt.

Eine besondere Qualität hatten die beliebten Kindertheater, die damals der Profi-Regisseur Peter Ebel organisierte. Dabei betrat schließlich noch unter der Ära Erwin Kohls ein junges Talent die Bürgersaalbühne: Hansi Anzenberger, der heute als Profischauspieler auf den Bühnen Deutschlands unterwegs ist. xy

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