Anlage soll für alle Geschlechter nutzbar sein

von Redaktion

Stadtrat gibt grünes Licht für neuen Sportplatz südlich der Alkorstraße

Wasserburg – In seiner Oktober-Sitzung hat der Stadtrat beschlossen, das Angebot der Erzbischöflichen Finanzkammer zum Abschluss eines Erbbaurechtsvertrags über eine Teilfläche südlich der Alkorstraße anzunehmen.

Konkret heißt das: Auf einer Gesamtfläche von 30.000 Quadratmeter soll hinter den Tennisplätzen in direkter Nachbarschaft zum Badria und dem bereits seit Jahrzehnten bestehenden Sportplatz in den kommenden Jahren eine Sportfläche für den Turn- und Sportverein 1880 TSV Wasserburg entwickelt werden.

Vertrag nach
zähen Verhandlungen

Werner Gartner, der in seiner Funktion als Zweiter Bürgermeister der Stadt Wasserburg den erkrankten Ersten Bürgermeister Michael Kölbl in der letzten Sitzung des Rats im Jahr 2025 vertrat, erklärte, das ganze Thema sei nicht ganz unproblematisch.

Denn: Die eng besiedelte Lage in Wasserburg mache es „wahnsinnig schwierig“, zu entscheiden, an welchem Standort sich ein neuer Sportplatz eignen könnte. Fest steht: Angesichts der hohen Zahl an Fußball- und Sportbegeisterten sei die Absicht der Realisierung eines zweiten Platzes sicherlich richtig.

„Nach zähen Verhandlungen mit der Kirche und zunächst finanziell utopischen Forderungen befinden wir uns mittlerweile in einem vorstellbaren Bereich. Die Vertragsschließung kann kommen“, erklärte Gartner den Sachstand am Abend des 18. Dezembers in der Stadtratssitzung. Erst danach könne die Kosten- und Zeitplanung kalkuliert werden.

Mit der Entstehung eines neuen Sportplatzes würden Fahrten vieler Wasserburger Eltern nach Attel oder in die Nachbargemeinde Babensham überflüssig werden. Im Rat war man sich einig: Wasserburg spielt hochklassigen Fußball und so soll auch hochklassiges Training ermöglicht werden.

Nicht ganz so einig war man sich in Bezug auf die Geschlechtertrennung. Friederike Kayser-Büker (SPD) nahm kein Blatt vor den Mund, als sie eindringlich darum bat, in Zukunft auch dem Frauensport eine gleichberechtigte Chance zu geben. Die sportive Förderung dürfe nicht nur immer dem männlichen Geschlecht gelten. Diese Meinung sorgte teilweise für fragende Gesichter und schüttelnde Köpfe, aber auch verständnisvolles Nicken in den Ratsreihen.

Für die Vorbereitung und Leitung der künftigen baulichen Nutzung ist eine Bauleitplanung sowie eine Änderung im Flächennutzungsplan erforderlich. Hierfür sind die betroffenen Flächen als Sondergebiet Sport darzustellen.

Die Räte gaben einstimmig grünes Licht für das Vorhaben südlich der Alkorstraße am Wasserburger Ortsrand.

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