Wasserburg/Landkreis – Kulturschaffende in Bayern besser miteinander zu vernetzen, ist das Ziel des „Kulturatlas Bayern“. Diese digitale Plattform richtet sich an alle, die Kunst und Kultur selbst schaffen oder anbieten, von Kreativen bis zu Veranstaltern. Das kostenlose Angebot der Stiftung Kulturzukunft Bayern mit Sitz in München startet am Donnerstag, 29. Januar 2026. Um kräftig die Werbetrommel für den Start zu rühren, präsentierten Rebecca Zimmermann, Geschäftsführerin der Stiftung, und Anke Hellmann, Kulturreferentin des Landkreises Rosenheim, vergangene Woche im Wasserburger Gimplkeller das neue digitale Tool. Etwa 15 Gäste, darunter Wasserburgs Dritte Bürgermeisterin und Kulturreferentin Edith Stürmlinger, waren gekommen.
Die Stiftung hat sich mit dem Kulturatlas Bayern viel vorgenommen. Die Plattform will Kreative miteinander in Kontakt bringen und vernetzen, einen Wissens- und Erfahrungsaustausch ermöglichen sowie hilfreiche Informationen, beispielsweise hinsichtlich Förderanträgen und Fundraising, zur Verfügung stellen. Zudem soll Raum für gegenseitige Unterstützung geschaffen werden – unabhängig von Genre und Region. Das Angebot richtet sich an professionelle wie Laien-Theatergruppen, Musiker, Autoren oder bildende Künstler, an Tänzer, Vereine und Museen, an Einzelinitiativen wie an Soloselbstständige. Ebenso angesprochen werden Kulturverwaltung, Kulturförderer und Kulturpolitiker.
Die Themen auf der Plattform werden für die verschiedenen Communities kategorisiert, sodass man sich schnell zurechtfindet. Ähnlich wie bei LinkedIn soll man nach Registrierung untereinander in Kontakt treten können. Um die Qualität der ausgetauschten Informationen, etwa in Rechtsfragen wie Urheberrecht oder Datenschutz (DSGVO), sicherzustellen, werden laut Stiftungsvertreterin Experten diesen Austausch begleiten. Auch Erfahrungen, Tipps oder ganze Strategien für Marketing oder Social Media sollen hier zu finden sein. Rebecca Zimmermann betonte: „Das Tool wird davon leben, dass viele mitmachen und ihre Erfahrungen, ihr Wissen einbringen, aber auch vom Know-how anderer profitieren.“ Die Stiftungsgeschäftsführerin stellte klar, dass der Kulturatlas kein Veranstaltungskalender sein will. Ziel sei es, eine kostenlose Infrastruktur zu schaffen, um die besonderen Herausforderungen für die Kultur besser zu bewältigen.
Um ein Beispiel für die Anwendung der Plattform zu geben, nannte Kulturreferentin Hellmann eine Veranstaltung mit Kindern bis nach 22 Uhr: „Die Idee ist, dass man über den Kulturatlas Infos findet zur Rechtssituation und zum Jugendschutz, vielleicht auch Checklisten von anderen, die damit Erfahrung gemacht haben. Damit sparen sich alle Zeit und Stress.“ Über die Plattform soll auch Unterstützung bei der Suche nach Technik geboten werden, etwa wenn es darum geht, eine Leinwand oder einen Beamer auszuleihen. Wer Fragen zum Kulturatlas hat, kann sich an Kulturreferentin Anke Hellmann wenden. Wer möchte, kann bereits jetzt einen Blick auf die digitale Plattform unter www.kulturatlas-bayern.de werfen.fal