LAG zieht erfolgreiche Bilanz für 2025

von Redaktion

Zahlreiche Projekte und vielfältiges Bürgerengagement im zu Ende gehenden Jahr unterstützt

Chiemgau/Wasserburg – Mit einer Vielzahl an Projekten, neuen Begegnungsorten und starkem Ehrenamt hat die Leader-Arbeitsgemeinschaft (LAG) Chiemgauer Seenplatte das Jahr 2025 nach eigenen Angaben erfolgreich gestaltet. Gemeinsam mit den 27 Mitgliedskommunen, engagierten Vereinen, Initiativen, Ehrenamtlichen und zahlreichen Projektträgern seien wichtige Impulse für die positive Entwicklung der Region gesetzt worden, wie die LAG mitteilt.

Wichtige Vorhaben
abgeschlossen

Mehrere bedeutende Leader-Projekte wurden 2025 abgeschlossen und feierlich eröffnet. In Schnaitsee entstand mit dem Haus der Musik ein neues Zentrum für den Musikverein mit modernen Übungsräumen und Raum für kulturelle Begegnungen. In Wasserburg wurde das Hope-Center mit Leader-Mitteln um einen modernen Co-Working-Bereich erweitert, zudem kamen weitere Räume für soziale und kreative Nutzungen hinzu. In Pittenhart wurde mit großem Bürgerengagement ein neuer Naturspielplatz realisiert, der Spielwert, Naturerleben und pädagogische Elemente verbindet. Am Gries in Wasserburg ergänzt eine vollautomatische E-Bike-Verleihstation das Angebot nachhaltiger Mobilität und stärkt die touristische Infrastruktur. In Amerang wurde das Haus für Kinder und Vereine mit Leader-geförderten Gruppenräumen eröffnet. In Rottau entstand in rekordverdächtiger Zeit eine neue Pumptrack-Strecke, die besonders Kinder und Jugendliche anspricht und Anfang Dezember offiziell eröffnet wurde.

Weitere Projekte befanden sich 2025 in der Umsetzung oder standen kurz vor dem Start. Dazu zählen der neue Gemeinschaftsgarten in Eiselfing, der barrierearme Zugang zur Kirche in Ising und das neu gestaltete Badegelände am Schonstetter See. Diese Vorhaben sollen das gesellschaftliche Miteinander stärken, neue Freizeit- und Begegnungsorte schaffen und die Lebensqualität in den Gemeinden erhöhen.

Sepp Reithmeier, Vorsitzender der LAG Chiemgauer Seenplatte, zeigte sich erfreut über die anstehenden Vorhaben und betonte, er freue sich sehr auf die Realisierung der Projekte. Reithmeier verwies zudem auf die Fortführung der gemeinsamen Koordinationsstelle der Römerregion Chiemsee, die 2025 auf den Weg gebracht wurde. Nachdem die Römerregion mithilfe von Leader aufgebaut und erfolgreich gestartet worden sei, übernehme nun das Kreisbildungswerk Traunstein im Auftrag der beteiligten Gemeinden Betreuung, Öffentlichkeitsarbeit, Koordination und Organisation verschiedener Angebote.

Als voller Erfolg gilt nach Angaben der LAG weiterhin das Projekt „Unterstützung des Bürgerengagements in der LAG Chiemgauer Seenplatte“. Zahlreiche kleinere, für das gesellschaftliche Miteinander aber besonders wertvolle Maßnahmen konnten gefördert werden. Dazu zählen unter anderem die Unterstützung der First Responder Chiemgau-Nord und das Engagement des Gartenbauvereins Soyen, der ein Trafohäuschen mit Motiven zur lokalen Industriegeschichte gestalten ließ. Der Kindergarten Nußdorf im Chiemgau profitierte von dem Kurs „Powerzwerge“, im Seebrucker Treffpunkt wurden Handy- und Tabletkurse für Senioren angeboten. Das Badmintoncamp des TSV Bad Endorf unter Leitung eines ehemaligen Nationalspielers setzte sportliche Impulse für Kinder und Jugendliche aus mehreren Gemeinden. Der Trachtenverein Bad Endorf erhielt eine neue Holzbühne, die Musikinitiative Pittenhart konnte dank einer Leih-Ziach neue musikalische Akzente setzen. Für die Schonstetter Schlossmusik wurden Leihtrompeten angeschafft, die Rosserer Breitbrunn bauten einen neuen Leutewagen, und in Eiselfing lädt ein neuer Bücherschrank zum Tauschen und Stöbern ein. Das Sommerfest der Obinger Frauen, ein neues Jugendgewehr für die Thomasschützen Frasdorf, die Festbroschüre zum Jubiläum des Wasserburger Bachchors und das Oldtimertreffen in Aindorf werden als weitere Beispiele für die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements genannt. Diese Initiativen zeigten nach Darstellung der LAG eindrucksvoll, wie wichtig der Einsatz einzelner Personen, Gruppen und Vereine für Lebendigkeit und Wir-Gefühl in der Region sei.

Ein zentraler Bestandteil der Arbeit blieb 2025 der Austausch mit regionalen und überregionalen Partnern. Zahlreiche Treffen, Arbeitsgespräche und Kooperationsformate fanden statt, unter anderem mit den Euregios Inntal und Salzburg, der Ökomodellregion Achental, der Allianz in den Alpen, den Landratsämtern Rosenheim und Traunstein sowie benachbarten Leader-Regionen in Bayern und Österreich. Ein besonderer Höhepunkt war laut Angaben der LAG eine Exkursion ins Salzburger Seenland, bei der neue Kontakte geknüpft und weitere Impulse für die regionale Entwicklung gewonnen wurden.

Für das Jahr 2026 stehen nach LAG-Angaben bereits viele neue Projektideen und Maßnahmen bereit. Zudem sollen bereits genehmigte Projekte und Vorhaben realisiert werden. Die Förderung des Bürgerengagements, neue Projektanträge und die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit bleiben Schwerpunkte der Arbeit. Reithmeier bedankte sich bei allen, die 2025 mit Ideen, Zeit, Expertise und Begeisterung zur positiven Entwicklung der LAG Chiemgauer Seenplatte beigetragen haben, darunter Kommunen, Vereine, Projektträger, Initiativen, Ehrenamtliche und weitere Partner in der Region. Zugleich blickte er auf 2026 voraus.

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