Schnaitsee – Beim Abbruch und beim Neubau der Hochbehälter für die Schnaitseer Wasserversorgung handelt es sich um ein Vorhaben der Daseinsvorsorge, das der öffentlichen Versorgung mit Wasser dient. Da auch sonst keine Belange dagegen sprechen und die Erschließung gesichert ist, stimmte der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Planunterlagen des Büros Hinterholzer zu. Geplant ist, dass die zwei bestehenden Stahlbehälter durch vier PE-Röhren mit jeweils 275 Kubikmeter Fassungsvermögen ersetzt werden. Die Röhren werden mit Erdreich überfüllt. Mit den Böschungen ist der Bereich etwa 1500 Quadratmeter groß. Probegrabungen haben bereits erste Erkenntnisse vor dem Abbruch des Hochbehälters aus dem Jahr 1953 gebracht.
Angstlkapellenweg ist
wichtige Fußverbindung
Der Bauausschuss behandelte noch mehrere weitere Tagesordnungspunkte. Der Eigentümer des Anwesens Harpfinger Straße 2a hatte den Antrag auf Einziehung des Kirchenweges Angstlkapellenweg in Waldhausen gestellt. Dieser beschränkt öffentliche Weg verbindet die Staatsstraße 2360 über die Angstlkapelle mit der Pfarrkirche „St. Martin“. Seit das Baugebiet an der Sonnenstraße sich entwickelt hat, ist ein Teil des Weges durch Bebauung und Bewuchs nicht mehr gangbar. Der weitere Verlauf führt direkt durch den Obstgarten des Angstlanwesens bis hin zur Kirche.
Diese sogenannten Kirchenwege sind in Waldhausen ein Teil des Wegenetzes. Dazu gehören auch der Kollmannweg, der Friedhofsweg, der Obernweg und der Fußsaumweg von Bichl nach Waldhausen.
Rosina Maron nannte diese Wege wichtige Einrichtungen für den Charakter ihres Heimatdorfes. Fritz Erl, ebenfalls Waldhauser, erklärte die Bedeutung des Angstlkapellenweges für Passanten aus dem Ostteil des Dorfes und der Gemeinde und bestätigte, dass dieser nach wie vor genützt werde. Im Sinne der Gleichbehandlung aller Bürger meinte Angelika Sewald-Löffelmann, dass man dem Antragsteller dasselbe Recht einräumen müsste, wie es sich andere Anlieger einfach genommen haben. So einigten sich die Ratsmitglieder mit 6:1 Stimmen, den Antrag abzulehnen und dafür bei der kommenden Dorferneuerung eine Gesamtlösung mit den Arbeitskreisen anzustreben.
Im Rahmen eines Vorbescheidantrags für die Umnutzung des ehemaligen Bauernhofes „Pschorrhof“ in ein Gasthaus mit Wirtsgartenbetrieb und Brauerei in der Schnaitseer Kirchensurer Straße hat das Landratsamt diesen genehmigt.
Der Bauausschuss stimmte ebenfalls dem Antrag auf Abbruch des alten Bauernhauses, dem Teilabbruch und der Umnutzung des alten Kälberstalles und dem folgenden Neubau eines Wohnhauses mit fünf Wohneinheiten in Thal 1 zu. Auch wurde der Weiterleitung des Vorbescheidantrages zur Erweiterung des bestehenden Wohnhauses durch zusätzliche Wohnräume in Obernhof 12 zugestimmt. Befürwortet wurde der Antrag auf Nutzungsänderung der Scheune zum Einbau von fünf Wohnungen mit Außentreppe in Scheitzen 1. Durch die kleinen Wohneinheiten sind laut Stellplatzsatzung nur fünf Stellplätze nachzuweisen.
Großes Bauvorhaben
mitten in Schnaitsee
Ein großes Bauvorhaben ist mitten in Schnaitsee in der Trostberger Straße 8 geplant. Hier werden über den Vorbescheidantrag die Möglichkeiten des Abbruchs von ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäuden und Nebengebäuden und der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Doppelgarage angefragt. Das Gremium stimmte der Weiterleitung zu, wies aber auch gleich auf die Stellplatzsatzung, die zwei Plätze je Wohneinheit vorsieht, hin. Zudem wurde angeregt die Fassadengestaltung an der Eigenart der näheren Umgebung zu orientieren.