Maitenbeth – Maitenbeths Vereinsleben hat zu kämpfen: Wirtshaussterben und Nachwuchsmangel bereiten Sorgen. Ein Rückblick auf 2025 zeigt jedoch: Noch ist Leben im Dorf, das Miteinander funktioniert. Das Interesse in der Bürgerschaft an attraktiven Veranstaltungen ist da.
Die Maitenbether Vereine und Verbände schauen auf ein Jahr mit vielen Veranstaltungen und Ereignissen zurück, die durchweg gut besucht waren und damit das Bedürfnis und das Verlangen nach Unterhaltung und Geselligkeit in der Maitenbether Bevölkerung widerspiegelten.
Das Vereinsleben in Maitenbeth scheint auf den ersten Blick bestens zu funktionieren. Abgesehen vom Maibaumverein, der freiwilligen Feuerwehr, der Pfarrgemeinde und mit leichten Abstrichen dem FC Maitenbeth kämpfen jedoch viele mit Nachwuchsproblemen. Insbesondere von der jüngeren Generation sind immer weniger bereit, Verantwortung zu übernehmen, zeigte sich auch 2025.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Vereine langsam ausbluten, denen es nicht gelingt, mit attraktiven Angeboten und Programmen die Jugend zu begeistern und aktiv in das Vereinsgeschehen sowie in die Vereinsführung einzubinden. Die Mitglieder der älteren Generationen werden naturgemäß immer weniger und brechen weg.
Die Folge waren in den vergangenen Jahren auch in Maitenbeth diverse Vereinsauflösungen. Bürger befürchten, dass sich diese Entwicklung fortsetzt, wenn nicht ein Umdenken stattfindet. Sicherlich trägt auch das Wirtshaussterben seinen Teil dazu bei; hieß es. Mittlerweile gibt es kein Vollzeit-Gasthaus mehr in Maitenbeth. Mit dem Rathausplatz, dem Alten Platz und dem Pfarrheim stehen zwar Ersatzlokalitäten zur Verfügung, können aber die Gemütlichkeit und Geselligkeit einer Gaststube nicht ersetzen, finden viele Einwohner.
Ein Veranstaltungshöhepunkt im Jahr 2025 war sicherlich wieder das Starkbierfest des FC Maitenbeth. Fastenprediger Burmaläus und das Theater-Ensemble deckten schonungslos auf, was die Maitenbether so alles angestellt hatten. Anna Gilnhammer hatte ein tolles Theaterstück aus der Maitenbether Gerüchteküche einstudiert, Stefan Djermester die Fastenpredigt geschrieben, Max Burwick alias Burmaläus souverän vorgetragen, die „Gschubstn“ sorgten für die musikalische Unterhaltung und Lukas Fichtner moderierte. Die Mehrzweckhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt.
„Ein Fest wie aus dem Bilderbuch“ war die Fahnenweihe des Maibaumvereins. Die viertägigen Festlichkeiten haben sogar die Erwartungen der Event-Profis vom Maibaumverein übertroffen und das ganze Dorf in Feierstimmung versetzt. Eingebettet in einer stimmungsvollen Kulisse fand am Festsonntag am Broamösl-Weiher der Festgottesdienst statt. Am Nachmittag standen Wettbewerbe im „Wiagsongschnein“, „Biertischkraxeln“ und „Masskrugstemma“ auf dem Programm. Es war ein Fest, das mit Sicherheit bei den Maitenbether Gemeindebürgern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Großer Andrang herrschte auch wieder beim traditionellen Kirchweihfest der Alpenblick Schützen Maitenbeth beim Hans’n in Rain. Wie bei einer Sternwallfahrt strömten unzählige Besucher nach Rain, um sich dort bei ein paar gemütlichen Stunden mit kulinarischen Köstlichkeiten bei ausgelassener Stimmung verwöhnen zu lassen. Peter Eberherr hatte wieder die Gesamtorganisation übernommen. Mit einer mächtigen Kirtahutschn konnte man sich in fast schwindelerregende Höhen schaukeln lassen und beim Schießen mit einem Lasergewehr seine Treffsicherheit unter Beweis stellen.
Dies waren lediglich die Höhepunkte aus dem Maitenbether Veranstaltungskalender 2025. Darüber hinaus wurden von den Vereinen diverse Grillfeste veranstaltet, kirchliche Veranstaltungen abgehalten sowie zahlreiche Turniere, Sportveranstaltungen oder andere Events aller Art durchgeführt. Trotz dieses aktuell überaus aktiven Vereinslebens in Maitenbeth werden einige Vereine trotzdem auch mit etwas sorgenvollen Blicken in die Zukunft schauen.
Der Obst- und Gartenbauverein feierte sein 40-jähriges Bestehen. Er wurde in seiner jetzigen Form am 3. Oktober 1985 gegründet. Seine Anfänge gehen aber wahrscheinlich zurück bis ins Jahr 1932, als damals anscheinend ein „Obstbauverein Maitenbeth/Haag“ gegründet wurde. Der Erste Vorstand war Josef Herneder; es folgten Johann Maier, Nikolaus Grandl, Josef Grandl, Udo Jaksch und Thomas Stark. Aktuell leitet Jakob Moser den Gartenbauverein.
Die Böllerkanone der mittlerweile aufgelösten KSK wurde an den Schützenverein Hubertus Brandstätt übergeben. Der Maitenbether Kindergarten feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Mit dem Bau wurde 1974 an der heutigen Haager Straße 8 begonnen, 1975 wurde er bezogen. Bauträger war damals die Pfarrkirchenstiftung St. Agatha Maitenbeth. Ein neuer Kindergarten wurde von der Gemeinde Maitenbeth an der Haager Straße 21 geplant und gebaut. 2004 erfolgte der Umzug dorthin; Träger war weiterhin die Pfarrkirchenstiftung St. Agatha Maitenbeth.
An der AVIA-Tankstelle wurden das Bistro und die Poststelle geschlossen, was einen erheblichen Einschnitt für die Nahversorgung der Gemeinde bedeutete. Aktuell ist dort ein Automatenbetrieb entstanden und von der Post eine Paketstation in Betrieb genommen worden.
Ein Meilenstein für die Wasserversorgungssicherheit war die offizielle Inbetriebnahme eines Notverbundes für die Wasserversorgung zwischen dem Wasserzweckverband der Mittbachgruppe und der Wasserversorgung der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffing am Übergabeknoten in Rappold.